(68) mit der ſogenannten Schlampe ablaufen koͤnnen,
ohne den Hahn zu verſtopfen. Der rohe Saft
kann leicht in Gaͤhrung gebracht werden, wenn man ihn nur zwoͤlf Stunden lauwarm erhaͤlt, nachdem zuvor ein oder mehrere Loͤffel voll Hefen (Baͤrme) hineingeſchuͤttet worden. Mit den ge⸗
ſchnittenen Stengeln wuͤrde man auf eben dieſe
Art zu verfahren haben, nur daß ſie mit ſieden⸗ dem Waſſer uͤbergoſſen werden muͤßten. In einer warmen Sommernacht nahmen ſie ſchon einen weinſaͤuerlichen Geſchmack an, wenn ſie nur Ta⸗ ges zuvor mit heiſſem Waſſer uͤbergoſſen oder darin gekocht wurden. Eben deshalb warne ich
auch davor, den Saft, aus welchem Syrup be⸗
reitet werden ſoll, die Nacht uͤber ſtehen zu laſſen, ohne mit dem Einkochen den Anfang zu machen, denn er nimmt gewiß einen ſaͤuerlichen Geſchmack an, und man kann alsdann wohl Rum oder Eſſig, aber keinen Syrup daraus bereiten. Da es mir aber an Kenntniſſen und an Gelegenheit fehlt, die zerſchnittenen Stengel auf die eben an— gefuͤhrte Art zu benutzen oder durch Andere be— nutzen zu laſſen; ſo hoffe ich, Sachverſtaͤndige werden das, was ich nicht verſuchen konnte, ihrer Verſuche werth achten.


