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Anweisung zum Anbau und zur Benutzung des Mais oder türkischen Weizens : besonders im nördlichen Deutschlande und in den preuß. Staaten nach eigenen Erfahrungen / vom Hofprediger Schregel zu Schwedt . Mit einigen Anmerkungen und einer Vorrede versehen von Albr. Thaer
Entstehung
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6 60) ohne weitere Vorkehrung herauszubringen ſeyn wuͤrde. Der Erfolg belehrte mich indeſſen eines anderen; die zerſchnittenen und unter die Preſſe gebrachten Stengel gaben keinen Saft. Da ich zum Zerſtampfen der Stengel keine Gelegenheit hatte, ließ ich eine Portion dieſer zerſchnittenen Stengel in einen Keſſel ſchuͤtten, und mit ſo viel Waſſer eine halbe Stunde kochen, als erfordert wurde, wenn die Stengel nicht anbrennen ſollten. Hierauf wurde die Maſſe abermals unter die Preſſe gebracht, und nun erhielt ich einen gelblich⸗ grunen Saft, welcher bis zur Syrupsdicke einge⸗ kocht wurde, und einen ſchwarzbraunen dicken

Saft lieferte, der zum Suͤßen, beſonders von

Obſt, Bier ꝛc. tauglich befunden wurde. Dieſer eingedickte Saft hat ſich in einem unbedeckten Ge⸗ faͤße mehrere Jaͤhre lang erhalten, ohne nur eine Spur von Verderben zu zeigen. Bei den nachma⸗ ligen Eindickungen des Saftes habe ich gefunden, daß der Syrup an Wohlgeſchmack und Suͤßigkeit gewinne, wenn man beim Kochen oder Ueber⸗ gießen der Stengel mit heißem Waſſer lieber zu viel als zu wenig aufgießt, wodurch freilich das Eindicken mehr Zeit und Holz koſtet, aber auch der Saft ſeinen geilen Geſchmack verdunſtet. Recht ſehr bedaure ich uͤbrigens, daß mir zu ſpaͤt