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Abkommens, die freye Dispoſition über den Grenzbach erhielt, durch welchen ich die dortige Ueberrieſelung auszuführen beab⸗ ſichtete; und erſt im J. 1827 konnte dieſe beginnen. In Ro⸗ thenow beſteht die meliorirte Fläche aus ſchlechtem Torfboden, dazu iſt das Waſſer unfruchtbar und reicht nur bis in die erſte Hälfte des May's. Alſo konnten unter dieſen Umſtänden die dortigen Wieſen nur mittelmäßig werden. Gleichwohl belebten ſie den ganzen landwirthſchaftlichen Betrieb des Gutes, ſtei— gerten deſſen Ertrag bedeutend und gaben mir den Muth, das hieſige(zu Gramenz) ungleich größere, ſchwierigere, aber auch weit belohnendere Unternehmen auszuführen.
Dieſes ward im Jahre 1831 begonnen, konnte aber erſt im Jahre 1834 gehörig angegriffen werden, weil ich mir zu⸗ vor durch die Regulirung mit den hieſigen Bauern die unein⸗ geſchränkte Dispoſition über die betreffenden Flächen verſchaffen mußte*). Gegenwärtig erſtreckt ſich die hieſige Bewäſſerung über 1700 Morgen Preußiſch. Dieſe Fläche enthält viel wellen— förmigen Boden mit zum Theil ſteilen Abdachungen, allein auch Sümpfe, die faſt alles Gefälles ermangeln. Einige Wieſen haben Dammerde, andere Torf, andere Lehmboden, und noch andere Sand. Alle dieſe Wieſen kommen, in ſo weit ſie voll— endet ſind, dahin überein, daß ſie geſundes, nahrhaftes und reichliches Futter gewähren. Am vortheilhafteſten zeichnen ſich aber die Sandwieſen aus; und elende Hügel, die man früher fuͤr ganz unbrauchbar gehalten hatte, ſind jetzt üppige Wieſen. Sie abſorbiren indeß ungleich mehr Waſſer, als alle anderen Bodenarten, und nur, wo dieſes in hinreichender Menge ge— währt werden kann, ſind ſie empfehlenswerth, weil im ent— gegengeſetzten Falle der Raſen in der dürren Jahreszeit verdorrt.
*) Ein belehrendes Beyſpiel desjenigen wohlthätigen Reſultats jener großartigen Regierungsmaßregel, welches allein daraus hervorgehn konnte..


