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Zu Schöpfrädern meine Zuflucht zu nehmen, war unndͤ⸗ thig, indem ich durch eine Canalleitung von ungefähr zwey Meilen Länge, das Waſſer mittelſt ſeines natürlichen Gefälles den betreffenden Flächen habe zuführen können. Allein, da in trockenen Sommern ich an Waſſer Mangel leiden würde, habe ich einen hoch gelegenen Bach zugleich ſo geleitet, daß er zwey von mir angelegte Behälter im Winter ſpeiſen muß. Von dieſen hat das eine zwölf Fuß Tiefe und 118 Morgen Fläche; das andere bey 13 ½ Fuß Tiefe eine Ausdehnung von 152 Morgen. Beyde ſollen noch um 2 Fuß höher angeſpannt werden, haben jedoch ſchon bey vorgedachter Tiefe große Dienſte geleiſtet. Sie waren übrigens durch die Natur vor— gebildet, ſo daß ich kaum acht Procent der Peripherie zu ver⸗ wallen hatte. Gleichwohl haben dieſe Dämme mit den Schleu— ſenbauten große Koſten veranlaßt. In ſpäterer Zeit beabſich— tige ich dieſe Baſſins nur alternativ mit Waſſer zu füllen, und ſie zugleich in Teichwirthſchaft zu benutzen. 1
Die zu berieſelnden Flächen laſſe ich nur in ſo weit ebe— nen, als erforderlich iſt, um ſie mähen zu können. Die übrigen Unebenheiten bleiben; der Wieſenmeiſter hat ein jedes Terrain ſo mit Rinnen zu verſehen, daß auch den unebenſten Theilen das Waſſer zugeführt und eben ſo raſch wiederum davon ent⸗ fernt werden kann.— Eine Zubereitung des Bodens auf lom— bardiſche Weiſe würde für unſere Verhältniſſe*) viel zu koſtbar ſeyn. Nur ganz im kleinen habe ich mir dieſen Luxus erlaubt.
Das Geſchäft eines Wieſenmeiſters iſt übrigens ſchwierig, und die meinigen habe ich mit vieler Muühe durch eine Reihe von Jahren gebildet, ſo daß einem derſelben von Eſthland her
*) In der lüneburgiſchen Haide indeß, wo die Verhältniſſe nicht we— ſentlich von den pommeriſchen verſchieden ſeyn dürften, geſchieht es mit Vortheil. S. oben.


