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In dem laufenden Winter von 18 13 ſind auf dem hieſigen Hofe 90 Stuͤck ſchweres Rindvieh erhalten, und iſt dennoch kein Pfund Heu an ſie verwendet worden, weil durch den Froſt im Mai 1818 und die nachfolgende Duͤrre die Heuernte in hieſiger Gegend, um mehr als um die Haͤlfte gegen ein Mitteljahr zuruͤckſchlug. Dar⸗ unter ſind Ein Viertheil Maſtochſen, an welchen auf das Stuͤck mindeſtens 30 Thlr. gewonnen worden; ein anderes Viertheil Kuͤhe, welche nach den daruͤber gefuͤhr⸗ ten Rechnungen zwiſchen 1100 bis 1200 Quart Milch das Jahr hindurch gaben; der Reſt iſt Jungvieh und Zugochſen. Letztere ziehen zweiſpaͤnnig den Pflug, und haben den ganzen Winter hindurch auf einer Entfer⸗ nung von 1 ½ Meile einen Tag um den andern das zum Betriebe der Branntweinbrennerey erforderliche Brenn⸗
holz angefahren. Sie ſind dabei in einem recht guten
Zuſtande.
Die hieſigen Mutterſchafe, die ohne Zweifel mit zu den edelſten im Lande gehoͤren, denn die erſte Sorte Wolle von ihnen, 70 Stein betragend, wurde 1818 an Hrn. Puͤſchel zu 44 Thlr. 12 Gr. der Stein verkauft, bekamen vor der Lammzeit pr. Stuͤck 11 Pfund Heu
und 2 Pfund Kartoffeln taͤglich. Nach den gewoͤhnli⸗
chen Angaben haͤtten ſie an dieſem Futter ſchon Saͤtti⸗
gung gehabt, ſie verzehrten aber noch außerdem taͤglich
1 ½ Pfund Hafer⸗ und 1 Pfund Roggenſtroh. Von er⸗ ſterem ließen ſie nicht viel uͤbrig, von letzterem freilich ungefaͤhr 3. Aber man ſollte meinen, wenn das Rog⸗ genſtroh keinen Futterwerth habe, ſo wuͤrden Thiere, die ein ſo reichliches Heu: und Kartoffel⸗Futter erhalten, je— nes gar nicht anruͤhren. Ich kann indeſſen verſichern, daß die ganze Heerde ſtets begierig uͤber das Roggen— ſtroh herfaͤllt.
6 an H Hafe 39 Heel waͤh am man und


