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Nachtrag zu seiner Schrift: Revision der Ackerbau-Systeme ; veranlaßt durch eine Beurtheilung des ... [Albrecht] Thaer in dem 1. Stück des Bd. 3 der Möglinschen Annalen / von J. G. Koppe
Entstehung
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Witterung, gern langes Roggenſtroh, gleichſam von In⸗ ſtinkt getrieben*). V Nach mehreren von mir angeſtellten Beobachtungen laͤßt ſich annehmen, daß ein Thier, welches ſeine Haupt⸗ Nahrung in Wurzeln erhaͤlt, und wenn ihm dieſe bis

zur Saͤttigung gereicht worden, die Haͤlfte des Ge

.. wichts der Wurzeln an Stroh, Spreu und Aehren mit ] eingerechnet, erhalten muͤſſe, wenn es von der Futterung

b eine entſprechende Nutzung und gnten Miſt gewaͤhren ſoll. Wenn man z. B. einen Maſtochſen 50 Pfund Kartoffeln giebt, ſo bedarf man an Beifutter und Streu

ſtroh 25 Pfund. Bei einer ſolchen Stroh⸗Conſumtion erhaͤlt man, wie ich aus Erfahrung weiß, noch einen ſehr fetten

4 Miſt. Es ergiebt ſich aber auch daraus, wie groß der 1 Bedarf des Strohes fuͤr jede Wirthſchaft iſt, die viel Wurzelgewaͤchſe in der Abſicht anbauet, um dadurch das

ihr fehlende Heu zu erſetzen. Nur bei genugſamen Strohfutter kann man mit Wurzelgewaͤchſen ohne Heu Vieh maͤſten, oder es nutzbar erhalten*).

*) Als ich vorſtehendes bereits niedergeſchrieben hatte, be⸗ kam ich das Jahrbuch der Landwirthſchaft von Plath⸗ ner, Weber und Sturm Jahr 1818, und fand darin in dem vortrefflichen Aufſatze des Hrn. Oberamtm. Block auf Schierau: Beſchreibung der Schafſtallfutterung ꝛc.

1 1 ſo viel Wahres uͤber dieſen Gegenſtand, daß ich es mit großem Vergnuͤgen geleſen habe und meine geerhrten Leſer auf dieſen Aufſatz verweiſe. *) Einen ſehr auffallenden Beleg dafuͤr, daß ſich bei reich⸗ A licher Strohfutterung ohne Heu mit Kartoffeln hinſicht⸗

lich der Maſtung erſtaunlich viel ausrichten laͤßt, geben die meiſten guten Wirthſchaften im Oderbruche. Die Gemeinde Altwriezen z. B., welche gegen 2,400 Morgen