nem dauerhaften Fundamente ſchickten. Der ſeel. Graf von Podewils, der ſeel. Oberlandes⸗Oec. C. Mayer und an⸗ dere hatten ſich zwar bemuͤhet, aus der Erſahrung ge⸗ wiſſe Fundamental⸗ Saͤtze abzuziehen, und ihre Zuſammen⸗ — der Angaben uͤber Ertraͤge jeder Art, uͤber
Betrag und Koſten der Arbeit, uͤber das Verhaͤltniß des Futters und Streuſtrohes zum Duͤnger, ſo wie uͤber das Korn zum Stroh u. ſ. w. ſind als die erſten Beitraͤge zur Gruͤndung unſerer Wiſſenſchaft ſehr ſchaͤtzenswerth; allein ſie ſind nicht genuͤgend, um ſie als unumſtoͤßliche Vorderſaͤtze anzunehmen, aus welchen man allgemeine Folgerungen bilden kann.
Die Lehren von der Erſchoͤpfung des Bodens durch den Pflanzenbau; von ſeiner Bereicherung durch Duͤn⸗ gung, Brache, Dreeſchliegen und Vorfruͤchte; ferner uͤber den Einfluß des Fruchtwechſels waren und ſind zum Theil noch ſehr ſinnreiche Hypotheſen. Dies geht offen⸗ bar daraus hervor, wenn man die fruͤheren Schriften des Hr. St. Th. mit ſeinen ſpaͤteren vergleicht.
Als Aufregungsmittel, das wiſſenſchaftliche Studium der Landwirthſchaft zu befoͤrdern und unaufhoͤrlich dar⸗ auf hinzuarbeiten, die Wahrheit, wo ſie noch nicht klar erkannt wird, zu erforſchen— fuͤr dieſe Aufgabe haben die vorgetragenen Meinungen und Anſichten uͤber die oben genannten Gegenſtaͤnde erſtaunlich viel geleiſtet.
Allein man betrachtete den Anfang zur wiſſenſchaft⸗ lichen Behandlung der Lehren des Ackerbaues zu fruͤh als Vollendung. Man nahm fuͤr ausgemachte Thatſa— chen, was groͤßtentheils Folgerungen aus einzelnen, im Kleinen angeſtellten Experimenten waren. Man ſtellte uns Deutſchen ohne gehoͤrige Beruͤckſichtigung des Kli⸗ ma's und der ſtatiſtiſchen Verhaltniſſe das Verfahren eines andern ackerbauenden Volkes zum Muſter dar.


