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Nachtrag zu seiner Schrift: Revision der Ackerbau-Systeme ; veranlaßt durch eine Beurtheilung des ... [Albrecht] Thaer in dem 1. Stück des Bd. 3 der Möglinschen Annalen / von J. G. Koppe
Entstehung
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bevor er Miſt wieder giebt, ſolchen auch vorher ver⸗ lange.

Ich hatte damals Gelegenheit, mehrere Wirthſchaf⸗ ten zu beobachten, die durch unverſtaͤndig betriebenen Kleebau in der Brache ſo weit herunter gekommen wa⸗ ren, daß ſie kaum Saamen und das benoͤthigte Wirth⸗ ſchaftskorn erbaueten. Solche Erfahrungen brachten mich zum Nachdenken und ich lernte die Urſachen dieſes jaͤm⸗ merlichen Zuſtandes ſolcher Wirthſchaften immer klaͤrer einſehen, jemehr ich mich in den damals eben heraus kommenden Schriften des Herrn Staatsraths Thaer unterrichtete..

Treffliche Wahrheiten ſind es, welche Hr. Thaer in dieſer Hinſicht verbreitet hat. Der Hackfruchtbau muß nothwendig mit dem Kleebau vereint getrieben wer⸗ den, wenn auf den Ackerlaͤndereien das noͤthige Vieh⸗ futter erbauet und die reine Sommerbrache ganz abge ſchaft oder eingeſchraͤnkt werden ſoll. Durch die wich tige Lehre vom Anbau der Hackfruͤchte im Großen, hat ſich dieſer allgemein verehrte Schriftſteller unendliche Verdienſte um den Ackerbau erworben. Niemand er⸗ kennt dies freudiger an, als ich. Denn davon abgeſe⸗ hen, daß durch die Art und Weiſe, wie Hr. St.

Th. die Lehren der Landwirthſchaft vortrug, das Ge⸗

muͤth und der Verſtand des gebildeten Menſchen fuͤr dieſe Wiſſenſchaft gleich ſtark in Anſpruch genommen werden, ſo hat das landwirthſchaftliche Gewerbe als ſol ches durch die Schriften und Lehren deſſelben in den letzten 15 bis 20 Jahren Fortſchritte gemacht, die un⸗ ſere Nachkommen in Erſtaunen ſetzen werden,

Zu bedauern iſt, daß Hr. St. Th., als er ſein wiſ⸗ ſenſchaftliches Lehrgebaͤude aufſtellte, in den vorhandenen Schriften zu wenig Materialien vorfand, die ſich zu ei⸗

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