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ihn auszuhalten. Um Lichtmeß verkauft man denn die⸗ ſen Wurf gewoͤhnlich ſehr vortheilhaft.
Soll eine Sau aber jaͤhrlich in der angegebenen Art zweimal Ferkel bringen, und jedes Mal gegen zehn Stuͤck aufſaͤugen, ſo muß ſie ganz vorzuͤglich gepflegt werden. Mit dem Futter, welches man den andern Schweinen giebt, darf man ſie nicht abſpeiſen. Man muß ihr ſchlechterdings etwas Getreideſchroot geben, ſonſt wird ſie elend, kann die vielen Ferkel nicht ernaͤh— ren, und rauſcht nicht wieder zur rechten Zeit.
Bei einer guten Futterung einer ſolchen Sau nimmt man aber auch ſo viel Geld fuͤr die Ferkel ein, die ſie zieht, als man für Butter und Kaͤſe von einer Kuh einzunehmen pflegt.
Sind die Ferkel nicht im Preiſe, oder man will an eine Zuchtſau nicht ſo viel Futter wenden, ſo laͤßt man ſie jaͤhrlich nur einmal ferkeln und zwar um Johannis, wo die Ferkel am wenigſten koſten.
Setzt man die Ferkel von der Sau ab, welches nach ſechs Wochen gewoͤhnlich geſchieht, ſo fuͤttere man ſie ſo gut als moͤglich. Je ſchneller ſie in der fruͤhen Jugend empor wachſen, deſto weniger koſtet im Ganzen ihre Aufzucht.
Saure Milch bekommt den Ferkeln ſehr gut. Ne⸗ benbei giebt man ihnen taͤglich etwas Roggen oder Gerſte. Hat man ſie nur ſechs oder acht Wochen lang recht gut gefuͤttert, ſo kann man ihnen dann auch ſehr bald ſchlech— teres Futter geben. In der erſten Zeit ſcheint ihnen der


