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Das muß man ſich aber zur Regel machen, nur ſo lange auf der Saat zu huͤten, als der Boden feſt genug gefroren iſt, um keine Spuren der ſpitzen Fuͤſſe der Schaafe zu erhalten. Wenn der Sandboden durch lange anhaltenden trockenen Froſt ganz muͤrbe wird oder bei Thauwetter, thut man doch beſſer, die Schaafe von den Roggenfeldern abzuhalten, weil ſie dann die Herzen der Pflanzen angreifen, oder manche Pflanze vertreten.
Die Futtererſparniß, die man durch das Saathuͤten bei der dazu dienlichen Witterung macht, muß man als ein Mittel betrachten, die Einbuße an Futter bei kargen Futterernten, durch große Duͤrre z. B. veranlaßt, zu uͤbertragen. Man muß alſo darum nooch nicht von ſei— ner gewoͤhnlichen Futterregel abgehen, und taͤglich etwas mehr geben, ſondern muß lieber etwas Futter zu uͤber⸗ ſparen ſuchen.
Von der Schweinezucht.
Auch die Schweine ſind dem Landmanne ſehr nuͤtz⸗ liche Thiere. Wenn er ſie gleich nicht zum Ziehen und Milchen brauchen kann, ſo verſorgen ſie doch ſeine Haushaltung mit Fleiſch, Wurſt, Speck und Fett, ohne welche in unſern Gegenden niemand eine Wirthſchaft fuͤhren kann. Es kann aber auch mancher Thaler Geld aus dem Verkaufe derjenigen Schweine geloͤſet werden, die man nicht ſelbſt zum Schlachten braucht.
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