Teil eines Werkes 
2 (1813) Unterricht im Ackerbau und in der Viehzucht. 2
Entstehung
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angegeben habe; beſuͤet es mit weißem Klee, und laßt es drei bis vier Jahre zur Huͤtung unangeruͤhrt liegen; vertheilt die Gemeinweiden, und macht es mit dem ſandigen Theil derſelben wie mit ſolchem Ackerlande; den beſſern und feuchter liegenden Theil trocknet aus und bauet Futter und Getreide darauf, das ganz naſſe beſaͤet mit Ellern; ſorgt ferner mehr wie bisher fuͤr Ableitung des Waſſers, ſo werdet Ihr ſo viel reichliche geſunde Schaafweide er⸗ halten, daß die Schaafe das verdorbene Gras nicht beruͤh⸗ ren werden.:

Auf ſolchen mit Fleiß angelegten Weiden braucht Ihr die Schaafe kaum vor dem Thau in Acht zu nehmen. Wenn Ihr ſie nicht mit Schaafen uͤberſetzt, ſo daß wie⸗ der Hunger unter thnen einreißt, ſo koͤnnen ſie hier Tag und Nacht bleiben. Ihr werdet dann wentg oder keine Krankheiten unter ihnen erleben.

Aber ſo gut wie eine immer gleich bleibende Nah⸗ rung dem Rindvieh und allen Thieren nothwendig iſt, wenn ſie geſund bleiben und reichen Ertrag geben ſollen, ſo verlangen die Schaafe den Sommer durch maͤßige Weide und im Winter reichliches Futter. Hungerzeiten ſind ihnen ſehr ſchaͤdlich. Jeder Landmann, der Schaafe haͤlt, muß ſich alſo nicht damit begnuͤgen, daß der Hirte die Schaafe taͤglich austreibt. Er muß auch auf die Weide achten, ob ſie hinreichend zur Erhaltung ſetner Thiere iſt. Im Herbſt muß man mitt dem Einfuttern nicht ſo lange warten, bis die Schaafe vor Mattigkeit uͤber ihre eigene Fuͤße fallen, ſondern ſo wie die Wit⸗