Teil eines Werkes 
2 (1813) Unterricht im Ackerbau und in der Viehzucht. 2
Entstehung
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Man beſehe nur ſolche Stellen, die drei oder vier Jahre lang mit Schaafen beweidet wurden. Man wird keinen Schritt thun koͤnnen, ohne Schaafmiſt zu ſehen, der gut vertheilt auf dem Lande herum liegt, und der auf das nach der Weide folgende Getrelde gute Wirkung hat. Es iſt ja eine bekannte Sache, daß auch ſchlechte Laͤndereten wieder eine gute Roggenernte geben, wenn ſie nach drei oder vierjaͤhriger Beweidung umgebrochen werden.

Man wird mir vielleicht hier etnwenden: ja, die Schaafe ſind nuͤtzliche Thtere, wenn es mit ihnen gluͤck⸗ lich geht. Darin ſind ſie aber den Bienen gleich, daß man viel Vortheil von ihnen haben kann; man kann aber auch alle einbuͤßen.

Nicht ſo, lieben Freunde! die Schaafhaltung, die ich Euch lehren will, laͤßt ſich mit der Btenenzucht nicht ver⸗ gleichen, ſondern eben ſo ſicher, als ein anderer Zweig der Wirthſchaft.

So wie es zeither mit den Schaafen gehalten wurde, und aus Noth gehalten werden mußte; wo man vorerſt nur fuͤr Rindviehweide ſorgte, und den armen Schaafen die elendeſten, magerſten Weiden anwieß; wo Ihr bei knappen Zeiten kaum Euer Rindvieh vor dem Hunger⸗ tode retten konntet, da wurden natuͤrlich die Schaafe zu⸗ erſt ein Raub des Mangels und Elends. Auf das Rind⸗ vieh mußtet Ihr freilich deswegen eher ſehen, well Ihr damit Euren Acker beſtellt, oder Euren Tiſch mit Milch und Butter verſorgen mußtet.

Ihr werdet mir nicht gern zugeben wollen, daß die

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