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Ihr die Maſt in 100 Tagen beendigen, ſo werdet Ihr weniger Futter brauchen, als wenn ſie 120 Tage ge⸗ dauert haͤtte. Denn wenn dies Thier auch daſſelbe Fut⸗ ter verzehrt haͤtte, welches in 120 Tagen zu demſelben Fett⸗- und Fleiſchanſatz gehoͤrt haͤtte, ſo hat es doch auf 20 Tage beim Futter zur nothduͤrftigen Erhaltung ſeines Lebens gebraucht, welches man alſo dann gewinnt, wenn man ein Thier durch ſtaͤrkeres Fuͤttern 20 Tage fruͤher fett machen kann.
Dieſe Futtermenge hat aber ihre Grenze. Mehr muß ein Thier nie erhalten, als es mit Appetit ver— zehrt. Ueberfrißt ſich ein Maſtrind und ſteht nachher nur zwei Tage, wo es ſchlecht frißt, ſo verbringt man das ganze Futter auf dieſe zwei Tage unweißlich, weil dann ein Thier nicht zunimmt, wenn es mehr zu ſich genommen hat, als es verdauen kann. Darum iſt die große Puͤnktlichkeit beim Futtern, die kleinen Portionen und die regelmaͤßige Ruhe nach dem Freſſen noͤthig, wo— durch der Appetit rege erhalten und die Verdauung be⸗ foͤrdert wird.
Die Futterung des Maſtviehes geſchieht am beſten in folgender Ordnung.
Nachdem man ausgemittelt hat, wie viel man auf den einzelnen Tag geben will, theilt man das ganze Wurzelfutter in neun Portionen, das Heu in zwei.
Fruͤh um fuͤnf Uhr wird das erſte Futter, um halb ſechs Uhr das zweite, um ſechs Uhr das dritte gegeben. Dann wird friſch geſtreuet und die Thiere bleiben in


