Teil eines Werkes 
2 (1813) Unterricht im Ackerbau und in der Viehzucht. 2
Entstehung
Einzelbild herunterladen

23 und bilden nie ſolche ſtarke Stoͤcke, unter welchen ſich die Bollen vorzuͤglich anhaͤufen.

Das Behacken kann entweder mit der Hand geſche hen, oder eben ſo gut mit ſolchen Werkzeugen, die gleich den Pfluͤgen von Pferden gezogen werden. Auf Ritter⸗ guͤtern iſt dieſe letztere Art der Bearbeitung ſchon faſt allgemein, weniger wird ſie zur Zeit noch von Bauern angewendet. Letztere koͤnnen die Bearbeitung ihrer Kar⸗ toffeln mit der Hand freilich leichter erzwingen, als Be⸗ ſitzer ſehr großer Guͤter. Wolten ſie aber ſo viel Kar toffeln anbauen, als ihnen zum Beſten ihrer ganzen Wirthſchaft anzurathen iſt, ſo werden die Bauergutsbe⸗ ſitzer ebenfalls nicht mehr im Stande ſeyn, ſie blos mit der Hand zu bearbeiten.

Aber ſelbſt in dem Falle, lieben Landleute! daß es Euch dazu nicht an Haͤnden fehlte, rathe ich Euch doch noch zu der Bearbeitung mit dieſen Werkzeugen, weil ich glaube, daß ein jeder noch andere Arbeit vollauf ſin⸗ den wird, wo er ſeine Zeit nuͤtzlich anwenden kann, die er dadurch erſpart, daß er die Kartoffeln mit einem Pferde behackt.

Dieſe Werkzeuge, welche dazu gehoͤren, ſind ſo ein⸗ fach, daß ſie ein guter Stellmacher und Schmidt nach⸗ machen koͤnnen, wenn ſie nur ein ſolches Inſtrument vor ſich haben, nach welchem ſie arbeiten koͤnnen. Da ſie aber auf den mehreſten Ritterguͤtern jetzt ſchon ange⸗ ſchaft ſind, ſo wird ein betriebſamer Landwirth wohl