Teil eines Werkes 
2 (1813) Unterricht im Ackerbau und in der Viehzucht. 2
Entstehung
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Furche. Auf ſandigem Boden, wo man breite Furchen halten kann, kommen ſie auch weit genug aus einander zu ſtehen. Auf thonigem Boden, oder ſolchem, der ſehr voller Unkraͤuter iſt, thut man beſſer, ſie in die dritte Furche zu legen, und immer zwei leer zu laſſen. Die groͤßere Entfernung, in welcher ſie dann zu ſtehen kom men, erleichtert die Bearbeitung; auch hat ein ſolcher Boden Kraft genug, um ſolche Stoͤcke zu treiben, daß ſie das ganze Land beſchatten koͤnnen. Man wird gewiß eben ſo viel Kartoffeln ernten, als wenn man ſie dichter gelegt haͤtte, und kann betraͤchtlich an der Ausſaat ſparen.

Zur Saat ſelbſt nimmt man die Mittelkartoffeln, die man eigends dazu jedesmal ausſuchen ſollte. Ganz große auszuſtecken iſt Schade, weil das uͤbrige Fleiſch ohne Nutzen in der Erde verfault. Ganz kleine Kartof⸗ feln darf man aber deswegen nicht zur Saat nehmen, weil ſie nicht ihre voͤllige Reife erlangt haben, mithin nur kraͤnkliche, unvollkommene Stoͤcke hervor bringen wuͤrden. Will man aber doch ganz große Kartoffeln ausſtecken, ſo ſchneide man ſie durch.

In Zeiten, wo die Kartoffeln im Fruͤhjahre ſehr rar ſind, kann man noch haushaͤlteriſcher mit der Saat zu Werke gehen, wenn man bloß die Augen der großen Kartoffeln ausſticht, dieſe ausſetzt, und das Fleiſch der Kartoffeln verbraucht. Dies kann man ohne alles Be⸗ denken thun. Man wird von ſolchen Augen eben ſo gute Kartoffeln ernten, als von ganzen Stuͤcken.