———
13 gehen, wie man die Kartoffeln am beſten und leichteſten anbauet.
Zuerſt etwas von dem Boden, welcher den Kar⸗ toffeln am zutraͤglichſten iſt.
Wenn ich gleich von ihnen angeruͤhmt habe, daß ſie zur Noth mit dem verſchiedenſten Lande vorlieb nehmen, ſo habe ich damit keinesweges behaupten wollen, als waͤre ein Boden ſo gut zu dieſem Gewaͤchſe wie der an— dere. Sehr feſter, thoniger Boden ſagt ihnen weniger zu, als ein muͤrber, mit Modererde wohl gemengter Lehmboden. Hat derſelbe eine etwas feuchte Lage, ſo iſt er um ſo paſſender dazu; aber Naͤſſe koͤnnen die Kartof⸗ feln gar nicht ertragen. Sie verfaulen dann ſchon, ehe ſie keimen, oder wenn ſie im beſten Wachsthum ſind.
Auf einem ſolchen, der Naͤſſe nicht ausgeſetzten Lehmboden, geben ſie einen aͤußerſt ſichern und ſehr hohen Ertrag, der faſt von keiner Witterung abhaͤngig iſt, wenn man das Land dazu gehoͤrig tief bearbeitete. Denn in dieſem Falle koͤnnen ſie Monate lang eine große Duͤrre aushalten, wie ich aus Erfahrung weiß, und naſſe Witterung ſchadet ihnen eben ſo wenig, wenn man nur dafuͤr ſorgt, daß das Waſſer nirgends ſtehen bleibt.
Je mehr ſich der Boden aber zum reinen Sande oder zum ſtrengen Thon hinneigt; alſo nicht aus der gluͤcklichen Miſchung beider Erdarten in ziemlich gleichem Verhaͤltniſſe beſteht, wie es bei dem Lehmboden der Fall iſt, um ſo unſicherer wird der Kartoffelbau auf einem


