Teil eines Werkes 
2 (1813) Unterricht im Ackerbau und in der Viehzucht. 2
Entstehung
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zen man anbauet, deſto mehr Thiere kann man ernaͤh⸗ ren. Beides, Pflanzen und Thiere, geben dem Men⸗ ſchen Nahrung. Je mehr alſo der Erdboden von jenen beiden hervorbringt, deſto mehr Menſchen werden ſich erhalten und des vernuͤnftigen Daſeyns erfreuen koͤnnen.

Und ſo betrachtet erſcheint uns das Leben der Pflan⸗ zen und Thiere als eine ewig in einander geſchlungene Kette, an die ſich zuletzt der Menſch anſchließt. Eins kann ohne das andere nicht beſtehen. Werden die unter⸗ ſten Glieder dieſer Kette, die Pflanzen, heraus geriſſen, ſo iſt das ganze Band geloͤſet. Sie haben ſelbſt ein un⸗ vollkommenes Leben, aber ſie geben den vollkommneren Weſen Nahrung. Sie vermehren, darauf ſinnen, von einer kleinen Flaͤche eine große Menge zu gewinnen, heißt das menſchliche Leben ſelbſt vermehren.

Vom Anbau der einzelnen Futtergewaͤchſe.

Von den Kartoffeln(Knollen, Erdtoffeln, Nudeln ꝛc.)

Wo ſoll ich anfangen, um die Vortreflichkeit dieſes Gewaͤchſes wuͤrdig zu preiſe? Menſchen und Thiere verzehren die Kartoffeln mit Wohlgeſchmack. Ja ſie werden in manchen Gegenden von uns bald haͤufiger als das Brod gegeſſen.

Ihr wichtigſter Vorzug iſt aber der, daß ſie auf gleicher Flaͤche weit mehr Nahrungsmittel tragen, als