Teil eines Werkes 
2 (1813) Unterricht im Ackerbau und in der Viehzucht. 2
Entstehung
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9 ben lihren edelſten Theil, die Koͤrner, den Menſchen. Den Thieren verbleibt das Stroh, welches ihrem Koͤr per allein weder Kraft noch Saft zur Miſtverwand⸗ 1 lung giebt. Sie muͤſſen alſo nahrhaftes Futter erhalten,

wenn dieſes Stroh von den Halmfruͤchten in guten Miſt verwandelt werden ſoll.

Und nur unter dieſer Bedingung trift ein, was ich eben ſagte, daß durch die Thiere, durch ihre Verwande⸗ lung der Pflanzen oder Gewaͤchſe in Miſt, die Pflan⸗ zennahrung in der Erde ſelbſt ſich jaͤhrlich mehre. Ohne dies wird der beſte Boden endlich ausgeſogen.

Erhalten die Thiere aber recht viel kraͤftige Nah rungsmittel, von denen ſie gedeihen und ſich wohl befin den, ſo geben ſie uns Menſchen wieder mancherlei Nah rungsmittel durch ihre Milch und ihr Fleiſch, und lie fern uns unſere uͤbrigen Beduͤrfniſſe der Kleidung, Be⸗ quemlichkeit ꝛc. Gewaͤchſe, die wir alſo bloß fuͤr die Thiere anbauen, ſind darum noch fuͤr uns keinesweges als Nahrungsmittel verloren. Sie werden durch die Thiere zu unſern Nahrungsmitteln ebenfalls umgeſchaf⸗ fen; und dies ſind gerade diejenigen, mit denen vereint uns die Getreidefruͤchte die wohlſchmeckendſte Speiſe geben. 4

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Die weit groͤßere Vermehrung des Miſtes, die aber durch den Anbau von Futtergewaͤchſen erfolgt, hat auch ſehr bald auf die Vermehrung des eigentlichen Getreides Einfluß. Denn je mehr Nahrung die Pflanzen im Bo⸗ den vorfinden, deſto beſſer gedeihen ſie. Je mehr Pflan⸗

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