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Thiere ſich ernaͤhren, und diejenigen Fruͤchte anbauen ſoll, die ſeine Speiſe ſind. Dies ſcheint mir außer an— derem ſchon daraus hervor zu gehen, daß die Getreide⸗ arten, die die hauptſaͤchlichſte Nahrung des Menſchen ſind, am beſten gedeihen, wenn ſie mit Futtergewaͤchſen im Wechſel angebauet werden. Erhalten wir nicht da⸗ durch einen Fingerzeig, wie wir unſere Einrichtungen zu treffen haben, um die Abſichten der Natur zu erreichen?
Verweilt noch einige Zeit bei dieſem Gegenſtande. Denkt Euch recht lebhaft die Wechſelwirkung zwiſchen Viehzucht und Ackerbau. Die Thiere ſollen leben, aber auch ſie leben nur fuͤr den Menſchen, den Herrn der ſichtbaren Schoͤpfung.
Sie, die Thiere, naͤhren ſich groͤßtentheils von Pflan⸗ zen. Dieſe beginnen den Anfang in der lebenden Welt, und werden den Thieren Mittel ihres Lebens. Die Pflanzen ſtehen auf der unterſten Stufe des Lebens, aber ſie leben doch. In ihnen bewegen ſich Saͤfte, wie im chieriſchen Koͤrper. Vom Keimen des Saatkorns bis zu dem Zeitpunkte, wo ſich neue Saatkoͤrner gebildet haben, ganz aͤhnlich denjenigen, welche man ausſaͤete, gehen die Pflanzen die wunderbarſten Veraͤnderungen durch, die nur deswegen ſo wenig beachtet werden, weil ſie taͤg— lich zu ſehen ſind.
Dieſe wohlthaͤtigen Geſchoͤpfe, die Pflanzen, leben
nun zwar in der Erde, aber ihre eigentliche Nahrung
iſt doch nicht Erde, ſondern wird bloß in derſelben zube⸗ reitet, und beſteht aus Ruͤckſtaͤnden und Ueberbleibſeln


