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auch ſogleich durch die großen Haufen fetten Miſtes ei⸗ nes andern belehren laſſen, ſo wie durch das ſchoͤne Ge⸗ treide, welches er in jenen Gegenden antreffen wuͤrde.
Der Verfaſſer hat ſelbſt die Erfahrung gemacht, wie ſchnell ſich der Miſt dadurch vermehren laͤßt, wenn man ſo viel Futter anbauet, daß man das Vieh Sommer und Winter reichlich im Stalle ernaͤhren kann. Er fand eine Wirthſchaft vor, wo das Rindvieh im Sommer auf den Braach⸗ und nachher auf den Stoppelfeldern wei⸗ dete. Er ſieng an diejenigen Felder mit Futtergewaͤchſen aller Art zu bebauen, die ſonſt zur Weide beſtimmt wa⸗ ren. Mit dem dritten Theile Landes konnte er nun mehr ausrichten, als vorher mit dem Ganzen. Er kam da— durch in den Stand, nicht nur im Sommer das Vieh reichlich zu ernaͤhren, ſondern hatte nun auch Gelegen— heit, es fuͤr den Winter beſſer wie vorher zu verſorgen.
Der Miſt mehrte ſich nicht allein zuſehends, ſondern nahm auch in der Guͤte zu. Die Futtergewaͤchſe fingen an immer beſſer zu gedeihen, ſo wie allmählig mehr Miſt uns Land kam. Aber auch die Stroh⸗ und Getreideern⸗ ten wurden von Jahr zu Jahr beſſer, ſo wie der beſſere Miſt endlich allen Feldern zu Theil wurde.
Ich kann daher aus voller Ueberzeugung allen bra⸗ ven Landleuten, denen es mit der Verbeſſerung ihres Zuſtandes ein Ernſt iſt, den Anbau der Futtergewaͤchſe mancherley Art anrathen.
Der große Verſorger und Ernaͤhrer der Menſchen ſcheint es zu wollen, daß der Menſch mit Huͤlfe der


