4
lichen Nahrungsmitteln noch eine große Menge thieri⸗ ſcher Nahrung traͤgt. Das Wild, welches ſich auf einer Feldmark ernaͤhren wuͤrde, die hundert Menſchen mit ihren noͤthigen Hausthieren durch ſorgfaͤltige Bebauung Nahrung giebt, wuͤrde kaum fuͤr zehn Menſchen hin⸗ reichen.
Der Schoͤpfer verband alſo die Vermehrung und Fortpflanzung des Menſchengeſchlechts mit der Bebauung der Erde. Durch klug angewendeten Fleiß traͤgt ſie uns zehn, ja dreißigfaͤltige Frucht. Wem ſollte wohl unbe— kannt ſeyn, zu welchem Ertrage fleißige Landleute auf einzelnen Stuͤcken eine Getreidefrucht bringen koͤnnen? Wer denkt nicht an einen gut genuͤtzten Garten, wo auf Einem Morgen oft mehr menſchliche Nahrungsmittel er⸗ zeugt werden, als auf fuͤnf ſchlecht beſtellten andern
Norgen im freien Felde?
Nicht anders iſt es mit den Nahrungsmitteln der Thiere oder dem Viehfutter. Laſſen wir Land zur Weide liegen, ohne etwas dafuͤr zu thun, ohne ein Futterge⸗ waͤchs darauf auszuſaͤen, ſo kommen anfangs nur we⸗ nige und kleine Graͤſer und Pflanzen zum Vorſchein. Es muß ſchon Boden der beſten Art ſeyn, wenn drei Morgen zu einer Kuhweide hinreichen ſollen.
Saͤen wie aber eins der genannten Futtergewaͤchſe an, ſo koͤnnen wir auf jener Flaͤche von drei Morgen wohl drei Kuͤhe ernaͤhren. Durch unſere Muͤhe und Arbeit vermehren wir alſo auch hier bei der Ernaͤhrung des Viehes den Boden um zwei volle Drittheile. Denn


