Teil eines Werkes 
2 (1813) Unterricht im Ackerbau und in der Viehzucht. 2
Entstehung
Einzelbild herunterladen

3 vierten Kapitel weitlaͤuftig geſprochen. Jetzt bleibt mir noch zu zeigen uͤbrig, wie man die verſchiedenen Futter⸗ gewaͤchſe am leichteſten und beſten anbauet, aus welchen

mit Huͤlfe des Strohes, oder in Ermangelung deſſen, 9 anderer Einſtreuung, der gute Miſt erfolgt. Dieſe Ge waͤchſe ſind außer den ſchon erwaͤhnten Huͤlſenfruͤchten ſu

der Klee, Spoͤrgel, die Kartoffeln, Ruͤben aller Art,

Moͤhren, der Kohl u. ſ. w. 1

Ehe ich aber von dem Anbau dieſer Gewaͤchſe ſelbſt etwas ſage, will ich noch einige Betrachtungen voraus ſchicken, die uns in den Stand ſetzen, uͤber den Anbau des Viehfutters auf den Getreidefeldern richtig zu ur⸗

theilen. 1

Die Erde iſt aller Menſchen, Thiere und Pflanzen h

Ernaͤhrerin. Indem wir dem Erdboden unſere Saamen 1

anvertrauen, und ſie in ihm wachſen, danken wir un

ſere Nahrung ihm ganz allein. Ohne unſer Zuthun giebt er uns aber wenig; mehr giebt er den Menſchen in den heißeren Erdſtrichen, wo die Arbeit, der Hitze V wegen, laͤßiger iſt. Denken wir uns aber hier eine Wildniß, einen Wald, oder uͤberhaupt eine ganz unan⸗ gebauete Gegend. Was werden wir da finden, um un⸗

4 ſern Hunger zu ſtillen? Nichts als einige elende Bee

ren, Eicheln und dergl. Fruͤchte, die jetzt kein Menſch 6 anruͤhren mag. Aber auch Thiere wenigſtens groͤße⸗ 9

V rer Art werden ſich auf einer gleichen Flaͤche Landes

1 im wilden Zuſtande viel weniger ernaͤhren, als wenn ſie

von Menſchen bearbeitet wird, und neben den menſch⸗