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nun dieſes Land, welches ſonſt zur Weide beſtimmt war, zum Theil mit Futter anſaͤen, und will mein Vieh davon im Stalle naͤhren. Dazu brauche ich Ausſaat, und muß einige Muͤhe bei der Beſtellung anwenden. Dies V
iſt es aber auch alles, was mir das Futter koſtet, denn. triebe ich mein Vieh aus, ſo haͤtte ich das Land gar
nicht zum Futterbau, ſondern es laͤge zur wilden Weide.
Wer iſt, der da zweifelt, daß er von ſechs Morgen Land mit Wicken angeſaͤet, ſechs Kuͤhe nicht eben ſo lange V fuͤttert, als ſich zwey andere Kuͤhe auf dieſen ſechs Mor— b gen ernaͤhren werden, wenn ſie blos braach liegen? Man gewinnt alſo bei gleichem Viehe vier Morgen Land bei b jedem Stuͤck von ſechs Morgen, die man nach ſeinem V Gefallen benutzen kann. b
Linſen.
Die Linſen ſind weniger als Viehfutter wichtig. Im Gemenge mit Wicken werden ſie aber doch auch. haͤufig dazu angebauet. Sie ſind aber als ein ſehr be⸗ V liebtes Nahrungsmittel fuͤr Menſchen bekannt, und wer— den in der Regel theurer als Erbſen bezahlt.
Sie lieben einen ſandigen Lehm- oder lehmigen V Sandboden. Thon⸗ und Lehmboden ſagt ihnen weni— ger zu. Sie gerathen am beſten, wenn man ſie reihen⸗ 1 weiſe ausſaͤet und behackt. Wer Kinder hat, kann ſie in ziemlicher Menge anbauen, und von ihnen behacken V laſſen.. Im lockern Boden gerathen ſie auch gut, wenn ſie
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