Teil eines Werkes 
1 (1813) Unterricht im Ackerbau und in der Viehzucht. 1
Entstehung
Einzelbild herunterladen

178

Hafer dazu nehmen, als zum Aufrechthalten der Huͤl⸗ ſenfruͤchte noͤthig iſt, ſonſt wuͤrde der Vortheil Vor bereitung des Landes zur Winterung, dadurch nicht er⸗ reicht.

In manchen Gegenden, wo der Wickenbau bisher noch nicht ſehr bekannt war, koͤnnte man gegen denſel⸗ ben vielleicht den Einwand haben, daß es an Gelegen heit fehlen wuͤrde, die Wicken zu verkaufen. Dieſe Be⸗ ſorgniß iſt aber voͤllig grundlos. Es kann wohl ſeyn, daß man in einigen Gegenden die Wicken nicht wie Rog gen, Gerſte und Hafer auf den Markt bringen kann. Das iſt aber auch gar nicht nothwendig. Man muß ein ſo gutes Gewaͤchs, wie die Wicken, ſelbſt verfuͤt tern, und in der Stelle deſto mehr von den genannten Getreidearten verkaufen. Denn es iſt wohl nicht leicht eine Wirthſchaft ſo klein, daß man dem Zugviehe nicht etwas Koͤrner geben ſollte. Zu Pferdefutter ſind die Wicken aber ganz unuͤbertreflich. Diejenigen, welche keine Pferde halten, werden wohl unter ihren Bekann⸗ ten einen haben, der Pferde haͤlt, und ihnen gern Rog gen fuͤr ihre Wicken giebt, wenn es an Gelegenheit zum Verkauf fehlen ſollte. Ich weiß aber, daß ſie oft theu rer wie Roggen verkauft worden ſind. Man baue ſie alſo dreiſt an, es wird ſich ſchon Gelegenheit zum Ab ſatz auf eine oder die andere Art finden.

In Gegenden, wo es an Wieſen fehlt, kann man die Wicken zu Heu nuͤtzen. Man ſa3ͤet ſie zu dieſem Behuf, wie oben ſchon geſagt, in gut geduͤngtes und