Teil eines Werkes 
1 (1813) Unterricht im Ackerbau und in der Viehzucht. 1
Entstehung
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auch bis in den Mat verſchieben. Je ſandiger und der Austrocknung unterworfener der Boden iſt, deſto vortheil⸗ hafter iſt eine fruͤhe Ausſaat; je thontger und naͤſſer, deſto ſchaͤdlicher.

Das Erbſenſtroh iſt ein herrliches Viehfutter, vorzuͤg⸗ lich fuͤr Schaafe, wenn es trocken eingebracht iſt. Hat man Mangel an Heu, und legt in dieſem Falle einen hohen Werth auf dieſes und aͤhnliches Stroh, ſo thut man wohl, wenn man die Erbſen abmaͤhet, ehe die ſpaͤten Schoten die gehoͤrige Reife haben. Die Blaͤtter werden dann mehr am Strohe bleiben, und es wird gewiß weit gedeihltcher werden, als wenn man mit dem Maͤhen bis zur Reife aller Schoten wartet.

W icken,

Die Wicken ſind als Viehfutter betrachtet noch vor⸗ zuͤglicher, als die Erbſen. Sie wachſen auf denſelben Bo⸗ denarten, wie die Erbſen, ſo wie auch alles das auf ihren Anbau paßt, was ich von dieſen geſagt habe.

Man ſollte ſie, wenn man durch ihren Anbau das Land zu Getreide gehoͤrig vorbereiten will, ebenfalls in friſch geduͤngtes Land ſaͤen, damit ſie recht uͤppig wachſen, das Land dicht beſchatten und dadurch muͤrbe machen. Die Wicken koͤnnen zwar eben ſo fruͤh wie die Erbſen geſaͤtt werden. Iſt es aber mehr auf langes Wickenſtroh als auf gute Schoten abgeſehen, ſo iſt bei den Wicken eine ſpaͤtere Ausſaat vorzuziehen. Man kann ſie zu An⸗ fange des Junt ausſaͤen, und ſie werden noch zur rechten

Zett