Teil eines Werkes 
1 (1813) Unterricht im Ackerbau und in der Viehzucht. 1
Entstehung
Einzelbild herunterladen

172

Emthi Der Hafer lebt eine fruͤhe Ausſaat. Spaͤt geſaͤeter jei ht Hafer waͤchſt zwar oft lang im Stroh, gliebt aber in der lel dut Regel nur leichte Koͤrner. Es iſt daher noͤthig, daß man das Land zum Hafer vor dem Winter voͤllig zubereite, aſt vorzuͤglich auf leichtem Sandboden, wenn es die Umſtaͤnde r ur Gafe irgend zulaſſen, damit man im Fruͤhjahre ſogleich den oder z Hafer einſaͤen kann. Dies hat folgende Vortheile: fer auf e Man braucht das Land im Fruͤhjahre dann nicht zu he ſchlc ſehr zu ruͤhren, es trocknet daher weniger aus, und die in, iſt er Winterfeuchtigkeit haͤlt ſich laͤnger darin. Manche Unkraͤu empfind⸗ ter gedeihen in dem feſten Lande bet weitem nicht ſo gut, ſte, und wie im gelockerten, dahingegen der Hafer ſehr munter e vorlied, fortwaͤchſt, wenn man nur ſo viel Krume macht, daß er klar und anwurzeln kann.

Auf lockerem Sandboden kann man das Land zu Ha⸗ ht eben ſo fer im Herbſt voͤllig fertig zur Saat pfluͤgen, und es in de wachſe rauhen Furchen liegen laſſen. Im Fruͤhjahre egget man en hohern ihn dann bloß ein. Auf lehmigen oder thonigen Feldern als wenn geht dies aber nicht, weil ſolches Land von der Naͤſſe

beim Aufthauen ſo verdichtet oder zuſammen ſchwimmt, ches aus daß man den Saamen nicht mit lockerer Erde wuͤrde be⸗ hickt ſich decken koͤnnen. Hier muß man den Hafer nach voͤlliger dere Go Abtrocknung flach unterpfluͤgen. ig ungy Von der Ernte des Hafers muß ich noch bemerken, e Einſaat daß man nicht wohl thut, wenn man den Hafer zu reif des Korn auf dem Halmen werden, oder ihn zu lange in Schwa⸗ gn nih den liegen laßt. Man thut dies, vorzuͤglich das Letztere, in der Abſicht, damit ſich der Hafer beſſer dreſche, und .