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in ſehr geringer Menge anzutreffen iſt. Das Ausjaͤten des Hederichs belohnt ſich ohnedtes noch durch das Fut— ter, welches zwar nicht dem Klee oder gutem Graſe gleich zu ſetzen iſt, aber dennoch ſehr reichlich dite Muͤhe des Nachhauſeſchaffens verlohnt.
Bei der Ernte der Gerſte iſt faſt immer ein großer Verluſt, weil die Aehren bei trockener Witterung ſo leicht abbrechen. Am ſchlimmſten iſt dies mit der vierzetligen oder kleinen Gerſte.
Um dies Abbrechen der Aehren zu verhuͤten, iſt es gut, dieſe Gerſte in mondhellen Naͤchten oder doch in den Abend- und Morgenſtunden aufzubinden, wenn die Wit⸗ terung anhaltend trocken iſt. Doch geht dies nur bei ſol— chem Wetter, wenn in den Naͤchten nur ſehr wentg Thau faͤllt. Stark bethauete Gerſte verdirbt leichter als ſolche, die vom Regen feucht iſt.
Die Wintergerſte iſt ſechszetlig und wird ſehr zei⸗ tig im Auguſt geſaͤet. Sie verlangt einen reichen, mit
Nodererde wohl gemengten Thonboden, giebt in einem ſolchen aber auch einen recht hohen Ertrag. Sie reift ſchon zu Ende des Junt, und hat bei Mangel an Gerſte dann einen vorzuͤglichen Preis, weil ſie fruͤher vermalzt werden kann. Es iſt aber dennoch ſelten rathſam, ſie anzubauen, wetl ſie das Land faſt zwey Jahre allein erfor— dert.
Die nakte Gerſte iſt zwetzeilig, die Himmels⸗ gerſte vierzeilig. Beide Arten haben das Eigene, daß ihr Saamen ſich aus den Spelzen loͤſet, wenn er reif iſt,


