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ſeuchte Lage, ohne daß jedoch das Waſſer ſich anhaͤuft, ſo giebt die Gerſte einen ſehr hohen Ertrag. Es iſt nicht ungewoͤhnlich, daß man von einen Morgen recht guter Gerſte zwanzig Scheffel dreſchen kann, aber zehn Schef⸗ fel vom Morgen iſt eine Ernte, die man gewoͤhnlich im Durchſchuttt erhaͤlt, wenn man die Gerſte in ſolches Land bringt, welches ihr vorzuͤglich zuſagt.
Dies iſt dasjenige Land, welches das Jahr vorher mit behackten Gewaͤchſen, Kartoffeln, Kohl, Ruͤben und dergl. beſtellt war. Roggen und Weittzen gedethen beide in der Regel nicht recht gut in dteſem Lande, wozu noch der Umſtand kommt, daß man jene Gewaͤchſe ſelten zeitig genug abernten kann, um die Winterung zu rechter Zeit nach ihnen einzuſaͤen.
Der Hauptfeind der Gerſte iſt in unſern Gegenden der Hederich. Dieſes gefaͤhrliche Unkraut iſt aber in dem gut bearbetteten Kartoffellande auf mannichfaltige Art zer⸗ ſtoͤrt, und die Gerſte hat daher in dieſem Lande viel weni— ger von ihm zu fuͤrchten, als wenn ſie nach der gewoͤhn— lichen Weiſe in die Weitzen, oder Roggenſtoppel geſaͤet wird.
Bisher war es freilich nicht moͤglich, ſein Land jedes Mal mit einer ſolchen Frucht zu beſtellen, die ſich am beſten fuͤr daſſelbe ſchickte. Jetzt aber kann auf das huth⸗ frete Drittheil ein jeder ſaͤen, was ſeinem Lande am ange⸗ meſſenſten und ihm ſonſt am vorthellhafteſten iſt. Saͤet man die Gerſte in dies reine und lockere Land, welches im vorigen Jahre ſo fleißig bearbettet wurde, ſo wird man


