XXXIV
Von den Nachtheilen der Felderzerſtuͤckelung und der gemeinſchaftlichen Weideberech⸗ tigung.
Als ſich in den fruͤheſten Zeiten die Einwohner ei—
nes Dorfes in die Laͤndereien ihrer Feldmark theil— ten, glaubten ſie, es koͤnne keine Vertheilung gerech— ter ſeyn, als wenn jeder Einzelne ſo viele Ackerſtuͤcke bekaͤme, als der Boden Verſchiedenheiten habe. Da⸗ durch, meinte man, muͤſſe die moͤglichſte Gleichheit heraus kommen.
Fuͤr jene Zeit, wo man im Ackerbau erſt den Anfang machte, und ihn nur aus Noth trieb, war dieſe Maaßregel auch hinreichend. Es war aber auch nothwendig, daß nun alle Ackerbeſitzer ihre Felder gleichmaͤßig behandelten, daß ſie alle zu gleicher Zeit, Wintergetreide, dann Sommergetreide baueten, und zu einer andern Zeit wieder das ganze Feld leer lie— gen ließen, um das Vieh gemeinſchaftlich darauf zu weiden.
Dieſe Wirthſchaft ging ſo lange recht gut, als man nur das zur Bearbeitung mit dem Pfluge ſchick— lichſte Land aufbrach, und alles naſſe, entfernte oder


