Teil eines Werkes 
1 (1813) Unterricht im Ackerbau und in der Viehzucht. 1
Entstehung
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XXIII

vor der Pluͤnderung Ruhe zu haben, unter den Schutz muthiger Maͤnner, die mit den Waffen umzugehen wußten, und die es auf ſich nahmen, die oͤffentliche Sicherheit herzuſtellen.

Soldaten, wie wir ſie jetzt haben, gab es da⸗ mals nicht. Die Vertheidigung des Landes gegen auswaͤrtige und innere Feinde, wurde durch die da

mals ſogenannten Ritter beſorgt.

Zu ſolchen nahmen die Landleute ihre Zuflucht, und damit dieſe ſich mit den noͤthigen Leuten erhal

ten konnten, uͤbernahmen es die Ackerbauer, das Land

ihres Schutzherrn mit zu bearbeiten; ſie gaben ihm auch wohl noch etwas Beſtimmtes an Getreide und andern Fruͤchten.

An andere Orte ſetzte der Landesherr ausgezeich⸗ nete Maͤnner des Ritterſtandes hin, auf die er ſich verlaſſen konnte, und denen er es zur Pflicht machte, auf Ordnung zu halten. Ihre Einkuͤnfte oder Be lohnung fuͤr treu geleiſtete Dienſte wies er ihnen theils in Land an, welches die Ackerleute mit bearbeiteten, theils mußten dieſe ihnen ebenfalls noch andere Ab⸗ gaben entrichten.

Der Bauer oder Landmann war erfreut, daß er zur Sicherheit ſeines Lebens gelangte und ſeinen Acker bauen konnte, ohne zu fuͤrchten, daß ihm ſeiner Haͤnde Arbeit und Lohn mit Gewalt genommen werde. Er