XVI
ihre Haͤute und Wolle Kleidung und andere Beduͤrf⸗ niſſe lieferten. Die Thiere naͤhrten ſich von dem Graſe, welches der Boden von ſelbſt hervorbrachte. Denn dieſer muß den Menſchen immer ernaͤhren. In dem Falle, daß er Viehfutter traͤgt, wird daſſelbe durch unſere Hausthiere zu menſchlichen Nahrungs⸗ mitteln umgewandelt.
Die bekannten Erzvaͤter, Abraham, Iſaak und Jakob fuͤhrten noch ein ſolches Hirtenleben. Sie hat⸗ ten große Viehheerden, wohnten in Huͤtten oder Zel⸗ ten, und zogen mit ihren ganzen Habſeeligkeiten wei⸗ ter, wenn das Gras in einer Gegend abgefreſſen war— Sie ſuchten ſich zu ihrer neuen Wohnung eine Ge⸗ gend aus, wo ihr Vieh wieder Nahrung im Ueber⸗ fluß fand, und zogen auf dieſe Art beſtaͤndig herum. So machen es jetzt noch in den unbewohnten Gegen— den des Erdbodens mehrere Voͤlker.
Ein ſolches Leben muß aber aufhoͤren, wenn die Menſchen ſich mehren. Es giebt dann nicht mehr weite Huͤtungsplaͤtze, auf die man nur hinzutreiben braucht, um ſein Vieh aufs Neue zu maͤſten. Von allen Seiten findet man die Weide ſchon mit dem Viehe anderer Leute beſetzt. Die Viehzucht giebt nun nicht mehr Nahrungsmittel genug fuͤr die Menſchen; ſie muͤſſen ſich entſchließen, den Boden aufzureißen und ihn mit Fruͤchten zu beſtellen, die ihnen gleich
Fleiſch


