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2. Vor dem Einmaiſchen läßt er die Kartoffeln dämpfen, und die Dampfmaſchine iſt ſo eingerichtet, daß das übelriechende braunfarbige Waſſer abläuft.
3. Nach der Gährung bleiben ſie noch ſo lange ſtehen, bis ſie in Weinſäure übergegangen ſind, und werden dann, ehe ſie in Eſſigſäure übergehen, gebrannt.
4. Das Spülicht darf nicht alt werden und wird dem Vieh gegeben, ſobald es nur eine laulichte Wärme hat.
Nur für ganz junges Vieh iſt die Schlämpe nicht ganz geeignet.
Seite 431. In dem von F. Pohl herausgegebenen Archiv d. deutſchen Landwirthſchaft, J. 1841, Juli, S. 31, wird darauf aufmerkſam gemacht, daß ein ſehr unterrichteter Landwirth die Mittheilung gemacht habe, daß die Talk⸗ oder Bittererde als Beſtandtheil des Bodens beſonders dem Kartoffelbaue günſtig ſei. Derſelbe nahm die Bemerkung auf, daß die im Erzgebirge und Voigtlande erzeugten Kartoffeln ihren oft gerühmten Wohl⸗ geſchmack lediglich der daſelbſt im Boden befindlichen Bittererde verdanken. Es wäre zu wünſchen, daß auch Andere ihre Bemer⸗ kungen mittheilten.
Seite 439 c. Uiber den Kartoffelbau berichtet Möller zu Germerode Folgendes:»Durch mehrjährige Verſuche und durch das davon erhaltene Reſultat bin ich zu der Uiberzeugung gelangt, daß bei einem ausgedehnten Kartoffelbau, wie man dieſen auf bedeutenden Gütern behufs der Branntweinfabrikation antrifft, es ſich als ſehr vortheilhaft herausſtellt, wenn man die Kartoffeln nicht in friſchem Dünger pflanzt und das Land, worauf ſie gebauet wurden, eben ſo wenig mit Roggen beſtellt. Ich pflanze ſeit mehren Jahren die Kartoffeln nach Roggen oder, um mich des techniſchen Ausdrucks zu bedienen, in's Sommerfeld und erhalte vollkommen ſo reichliche Ernten, als früher nach friſch auf⸗ geführtem Dünger. Uiberdieß erhalte ich vorher eine beſſere Roggen— ernte, und der Ertrag der nachfolgenden Sommerfruchtbeſtellung iſt nicht unergiebig, da durch das Bearbeiten der Kartoffeln das Land von allem Unkraut geſäubert wird. Auch kann man das Gerathen des Klee's in dieſer Sommerfrucht mit ziemlicher Ge— wißheit annehmen.«(Landwirth. Zeitung f. Kurheſſen, J. 1841, 1. Quartal.)
Seite 448. Zeile 16 v. u. Zu den Beobachtungen beim Legen der Saatkartoffeln verdient erwähnt zu werden, daß die Lage derſelben Einfluß auf die Zeit und Größe der Ernte
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