Druckschrift 
Die Kartoffeln : <Solanum tuberosum C. Bauh.> Deren Geschichte, Charakteristik, Nützlichkeit Schädlichkeit, Kultur, Krankheiten etc. , mit ausführlichen Angaben ihrer industriellen Anwendung / monographisch bearb. nach ... von Friedrich Berchtold . Hrsg. v.d. k.k. patriotisch-ökonomischen Gesellschaft im Königreich Böhmen
Entstehung
Einzelbild herunterladen

569

eäüch 1 Folgendem: fuͤr 20 Stück Rindvieh werden täglich 80 Pfd. Kar⸗ ae ie toffeln ganz klar zerſtoßen, wozu 15 Pfd. Gerſtenſchrot mit einem . Zuſatz von 4 Pfd. Salz gefügt werden. Dieſe Miſchung kam in 4 u zwei Kübel, welche mit 7 Eimern kalten Brunnenwaſſers angefüllt 1 a waren, wurde dann gehörig umgerührt, und blieb, um ſie nicht . Nuh ſauer werden zu laſſen, nur 1012 Stunden in denſelben ſtehen, kbeſin während welcher Zeit ſie noch einmal umgerührt wurde. Statt Jen zu li daß man ſonſt klares, erwärmtes Brunnenwaſſer zur Abbrühung Acher de des aus Stroh beſtehenden Häckerlings anwandte, wurde die er weltes nt wähnte Miſchung jetzt in einer Blaſe abgekocht, und dann mit mmer rin derſelben der Häckerling in den Futterkufen fruͤh und Abends ab zen Stff gebrüht, dieſe mit einem Deckel wohl verſchloſſen und zur beſtimmten 4 Kotline Fütterungszeit dem Vieh gegeben. Es iſt zum Verwundern, wie zeritunn gern das Vieh dieſes Futter verzehrt und wie gut es ihm zu * Füttm u ſagt.(Allg. Zeitung f. d. deutſch. Haus⸗ und Landwirth. J. ſen.-(i 1841 N. 12.) Arhaſt gen Seite 346. Es iſt begreiflich, daß je größer die Weingeiſt Se daber n ausbeute aus der Maiſche, deſto geringer der verbliebene Extrakt Fütteruns gehalt(Stärkegummi) iſt, der die Nahrhaftigkeit der Schlämpe Q der zeiie begründet, ſo daß erſtere mit letzterer im verkehrten Verhältniſſe Erfabrun ſteht. Aus dieſem Grunde hat die Schlämpe, als Vieh- und Maſt 2 Hartofft futter betrachtet, nicht immer gleichen Werth, und es können Fälle ſtoßen wir eintreten, wo 5 Eimer, andere, wo 10 Eimer derſelben einen den Tfe Centner Heu in der Nahrhaftigkeit äquivaliſiren. Für einen ſo Bides Voſſ hohen Grad von Vergährung hat man die geringere Nährfähig aber nitt keit der Schlämpe noch gar nicht erprobt, und nach bekannten jeſten und Reſultaten iſt eine Verwendung derſelben zur Maſtung der Eimer

mit 3 kr. C. M. hinlänglich bezahlt. Das Sacharometer(eine un der brit Art Areometer) iſt das beſte Mittel, um damit jedesmal den in ei der it⸗ der Schlämpe verbliebenen Extraktgehalt und darnach ihren Werth pften, i zu beſtimmen.(Oekono. Neuigkeiten 1841.) mehr Milh Seite 349. Fütterung mit Kartoffelbranntwein⸗ Kartoferr ſpülicht; aus dem Centralb. d. landw. Vereins in Baiern. J. der Mil 1836. Oktb. entlehnt. Der Oekonom Schuh füttert ſein Rindvieh Prakt. We und Schweine ſchon ſeit 16 Jahren mit Schlämpe, ohne daß ihm in dieſem Zeitraume auch nur ein Stück Vieh erkrankt, noch es Virte weniger geſtorben wäre. Er befolgt hierbei folgende Methode: e Nettede 1. Die Kartoffeln, welche auf ſandigem Boden gebaut ſind,

werden nach gehöriger Reife bei trocknem Wetter geerntet

n zuweilen eh b und wohl gereinigt eingebracht.

beſteht i