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unabänderlich bei Ernährung ſeines Viehſtandes, namentlich der Schafe, feſtgeſetzt, daß das Heu, welches er ſeinem Viehe beſtimme, zum Frühſtückfutter gereicht, und dann ſatt getränkt werde; daß dem ein Strohfutter folge, und erſt dann die Kartoffeln im zer— kleinerten Zuſtande mit Häckerling vermiſcht, gefüttert würden. Getränkt würde aber dann erſt gegen Abend wieder. Auch habe er es ſehr zweckmäßig gefunden, die Kartoffeln, beſonders bei reichlicher Fuütterung, erſt mehrere Stunden auslaugen zu laſſen, und zwar in der Art, daß er auf den Bottich, welcher die zer— kleinerten Kartoffeln enthielte, Waſſer ſtrömen laſſe, welches durch einen Einſchnitt im oberen Theile des Bottichs immer wieder abflöße. Dieſes Waſſer fuͤhre eine Menge narkotiſchen Stoff mit ſich fort, und ſei ſo ſcharf, daß, auf Rüben- und Kohlpflanzen geſprengt, es die Erdflöhe abhalte und vertilge. Die zerkleinerten Kartoffeln habe er immer einige Stunden vor dem Füttern mit Häckerling anmengen und mit dieſem durchziehen laſſen.— Erſt ſeitdem er die Kartoffeln ſo verfüttere, habe er wahrhaft gedeih— liche Wirkungen dieſer Fütterung erfahren; er könne daher mit gutem Gewiſſen und aus innigſter Uiberzeugung dieſe Fuͤtterungs— art empfehlen.— Das hier angegebene Auslaugen der zerklei— nerten Kartoffeln durch Uibergießen mit Waſſer iſt aus Erfahrung auch da ſehr zu empfehlen, wo man Pferde mit rohen Kartoffeln füttert. Nur ſo können die Kartoffeln in Vorrath zerſtoßen oder geſchnitten werden, ohne daß ſie ſich braun färben und den Pfer— den widerlich werden. Ununterbrochen zu- und abfließendes Waſſer iſt zum Auslaugen der Kartoffeln freilich ſehr gut, aber nicht durchaus nothwendig.(Prakt. Wochenblatt des Neueſten und Wiſſenswürdigſten ꝛc. J. 1840 N. 6.)
Seite 335. Zeile 19 v. o. Nach den Erfahrungen der brit— tiſchen Landwirthes, erzeugen die rohen Kartoffeln bei der Füt⸗ terung des Viehes mehr Fleiſch, und die gedämpften, in einem Trank für's Milchvieh aufzulöſenden Kartoffeln, mehr Milch. Eine ſtarke engliſche Milchkuh bedarf täglich 3 ½ Metzen Kartoffeln mit 1½s Scheffel Malzſchrot und etwas Heu. Die von der Milch gewonnene Butter ſo gefuͤtterter Kühe iſt vortrefflich.(Prakt. Wo— chenbl. J. 1840 Nro. 13).
Seite 336. Bei dem bedeutenden Futtermangel des Winters 1841 hat man an verſchiedenen Orten Rheinheſſens die Methode des Fütterns angewendet, wie ſie im Würtembergiſchen zuweilen ſubſtituirt wird, und zwar mit Erfolg. Die Methode beſteht in
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