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Die Kartoffeln : <Solanum tuberosum C. Bauh.> Deren Geschichte, Charakteristik, Nützlichkeit Schädlichkeit, Kultur, Krankheiten etc. , mit ausführlichen Angaben ihrer industriellen Anwendung / monographisch bearb. nach ... von Friedrich Berchtold . Hrsg. v.d. k.k. patriotisch-ökonomischen Gesellschaft im Königreich Böhmen
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läßt mie Kaſſeler Viertel) Kartoffeln geliefert.(Landwirth. Zeitung für n die güß Kurheſſen 1841.) Tſigkat n Seite 324. D. Einſäuern der Kartoffeln. Ein 1. erwarn, preußiſcher Landwirth(Knobloch auf Bärwalde) hat, wie das t und G. landwirth. Wochenblatt berichtet, ſchon ſeit 16 Jahren folgendes Im die G Verfahren, Kartoffeln zur Viehfütterung aufzubewahren, angewen dentolſti det. Es werden Gruben etwa 24 Fuß lang, 16 ½ Fuß breit Jorden, h und 9 Fuß tief, aus denen die auf dem Boden ſich ſammelnde an Mor Flüſſigkeit ablaufen kann, angelegt, durch 1 ½ Fuß ſtarke Mauern nt danninn von gebrannten Steinen, oder durch eingeſchobene Bretterwände rund ziß in Aotheilungen geſondert, und der Boden mit Holz oder mit Lülltes E Ziegelſteinen auf der hohen Kante ausgelegt; das Ganze wird * Butnl mit einem Dache und Eingange im Gibel desſelben verſehen. Die d ain Kartoffeln werden gleich nach der Ernte gedämpft, und ſo heiß V und ſo feſt als möglich in die Gruben eingeſtampft, mit einem Brettdeckel verſehen, und gegen das Eindringen der Luft mit d. Löben Stroh und Erde dicht bedeckt. In acht Wochen geht die Maſſe Ate Karfel in eine ſaure Gährung über, hält ſich ſo mehrere Jahre, und wird E die ſon zur Fütterung der Pferde und zur Mäſtung des Rindviehes und 10 MaßM V der Schweine gebraucht, gewiß aber auch für Zugochſen und Milch jen; es uh kühe, ſo wie für Schafe, und beſonders Maſthammel zu benutzen

ſein.(Allgem. Anzeiger d. Deutſchen. J. 1841. Nr. 95.) Seite 329. Uiber die Fütterung des Viehes, beſon⸗

alſd. geng ders der Schafe, mit Kartoffeln ergab ſich aus den Verhandlungen 1 beem V zu Potsdam, daß dieſelbe, ſo lange keine Maſtfütterung eintrete, Lröſter. ar keinen Nachtheil habe, und daß man 13 Pfd. Kartoffeln pr.

Schaf geben könne. Dabei führte Freiherr v. Ellrichshauſen an: 4 D⸗ Vor mehreren Jahren ſei er auf einer Reiſe durch das Fichtel .1 Ver⸗ gebirge paſſirt, und habe dort das Vieh einer Gemeinde ganz Sdoch auh beſonders vor dem anderer Orte ausgezeichnet gefunden. Er habe Ubelſod- der Urſache näher nachgeforſcht und ermittelt, daß erſt, ſeitdem zcknem Ker die Glieder dieſer Gemeinde die Art und Weiſe der Kartoffel⸗ uih Foghe fütterung bei Schafen, Rindvieh und Pferden geändert haben,

ihr Vieh augenſcheinlich beſſeres Gedeihen gehabt. Dieſe Ge meinde nämlich ſei von der bisher gebräuchlichen Art, die Kar toffeln früh zu verfüttern, und dann ſpäter zu tränken, abgewichen

ein anderei der Jauct

offeln wur⸗ 1 i und füttere die Kartoffeln, nachdem das Vieh ein, auch zwei über fahlen.

ixpigr Nebenfutter erhalten habe, erſt gegen Mittag, und wehre das en ü 3

nant 1 Vieh ſorgſam mehrere Stunden von dem Tränken ab. Er habe Vo.

k g* darauf öftere Beobachtungen angeſtellt, und als Reſultat derſelben