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Die Kartoffeln : <Solanum tuberosum C. Bauh.> Deren Geschichte, Charakteristik, Nützlichkeit Schädlichkeit, Kultur, Krankheiten etc. , mit ausführlichen Angaben ihrer industriellen Anwendung / monographisch bearb. nach ... von Friedrich Berchtold . Hrsg. v.d. k.k. patriotisch-ökonomischen Gesellschaft im Königreich Böhmen
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oft von Menſchen nicht genoſſen, weil der ſüße Geſchmack anekelt; dieſelben werden aber den Werth wie die ungefrornen haben, wenn man ſie vorerſt in Waſſer bis zum Uiberwallen ſiedet, dieſes erſte Waſſer dann abgießt, ſie mit anderem Waſſer anſetzt und vollends gar kocht. Durch die Behandlung wird man beim Genuſſe kaum noch etwas Süßliches bemerken. Dieß iſt auch der Fall, wenn man die ſüß gewordenen Knollen im Dampf kocht.(Pohl.)

Seite 229. Note. Bei der angegebenen Bereitung der Weberſchlichte aus Kartoffelſtärke aus einer Löſung von 2 Thl. Kupfervitriol in 275 Thl. Waſſer, iſt der Zuſatz des Kupfervi⸗ triols weſentlich, da er das Schimmeln verhindert, dem ſonſt die mit Kartoffelſtärke geſchlichteten Zeuge beim Liegen unterworfen ſind.(Poly. Jour. J. 1839 Nr. 10.)

Das Bulletin de la Société industrielle de Mulhausen Nr. 66 liefert über dieſe Benützungsart der Kartoffelſtärke fol gende Mittheilung: Fries hat über die Bereitung der Schlichte aus Kartoffelſtärke zum mechaniſchen der Baumwollen-Kettenfäden die Aufmerkſamkeit auf die aus der Gegenwart von Metallſalzen, welche man derſelben beizuſetzen pflegt, hervorgehenden Uibelſtände hingelenkt. Fries behauptet zuvörderſt, daß der Zuſatz von Metallſalzen zur Stärkeſchlichte, z. B. ſchwefelſaures Kupfer und Zink, welche man gewöhnlich hierzu benutzt, aus dem Grunde Statt findet, weil die Erfahrung lehrte, daß dieſe Körper die Schlichte flüſſiger, ſchleimiger und geeigneter machen, in den Faden zu dringen und demſelben anzuhängen, vorzuglich aber, weil ſie das Eintrocknen der Schlichte erleichtern, welche ohne dieſen Zu ſatz, wenn ſie auch eben ſo lange gekocht wird, gallertartig bleibt, nach dem Erkalten gerinnt, und ſich nach dem Auftragen auf den Faden leicht abblättert. Er beweist aber zugleich, daß die Gegen wart dieſer Salze anderſeits den Uibelſtand herbeiführt, daß das Bleichen des Zeuges erſchwert wird und daß ſie für den zum Druck beſtimmten Zeug von ſchlimmer Folge ſein könne. Die ſchwefelſauren Galze werden nämlich bei dem Bleichen zerſetzt. Die ihnen zur Baſis dienenden Oxide werden frei, verbinden ſich mit den(vom Talg, Oel, von der grünen Seife herrührenden) Fettſäuren, womit der Zeug zufällig an gewiſſen Stellen in

größerer oder kleinerer Quantität imprägnirt ſein kann, und bilden mit ihnen Metallſeifen, die oft ſehr ſchwer dem Gewebe

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