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Die Kartoffeln : <Solanum tuberosum C. Bauh.> Deren Geschichte, Charakteristik, Nützlichkeit Schädlichkeit, Kultur, Krankheiten etc. , mit ausführlichen Angaben ihrer industriellen Anwendung / monographisch bearb. nach ... von Friedrich Berchtold . Hrsg. v.d. k.k. patriotisch-ökonomischen Gesellschaft im Königreich Böhmen
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tnat anit zu entziehen ſind, und wenn dieß nicht geſchieht, beim Färben fenen hahn Flecken verurſachen. Dieß iſt der Grund, welcher ſchon längſt Diedet, ij den Wunſch nach einem Mittel erregte, die Metallſalze bei ſanſet 1 der Bereitung der Schlichte hinweglaſſen oder durch etwas anderes rein Geni erſetzen zu können.

1 der Wenn man die Wirkung dieſer Salze auf das Stärkmehl ht.(0 unterſucht, findet man, daß durch längeres Kochen ein Theil der

in ihnen enthaltenen Säure auf die Stärke einwirkt, indem er

deen ſie entweder theilweiſe in Dextrin umwandelt, oder das Platzen N ui ihrer Kornchen befoͤrdert und dadurch den auflöslichen Theil der⸗ i ſelben befreit. Dieſes angenommen, daß nämlich die ſchwefel ulini ſauren Salze nur vermög des während des Kochens abgegebenen An Anienii theils Säure wirken, er zeugte die Meinung, daß dieſelbe Wirkung auch müßte hervorgebracht werden können, wenn man die Schwefel⸗

P Nlälene ſäure in ganz geringer Menge anwendet, und dieſelbe, nachdem eltit i ſie ihre Wirkung auf die Stärke ausgeübt hat, mit einem Alkali rr etlät ſättigt, um zu vermeiden, daß ſie, ſelbſt in ſehr verdünntem Zu ererin ſtande, nicht in die Länge mehr auf das Gewebe einwirken kann. rjtlige Davon ausgehend machte er zuerſt einige Verſuche im Kleinen, laline dann im Großen, und wendete ſpäter 5 Gramme Säure und 16 Luſs ur Gramme Soda auf 5 Kilogr. Stärke an, wobei er dann aber der 5 n Miſchung eine kleine Menge, etwa 200 Gr. Leiocom(geröſtete Grunde Stärke) zuſetzte. Bei andern Verſuchen, wo er kein Leiocom int anwandte, nahm er 10 ſtatt 5 Gramme Schwefelſäure mit ent yen Fiden ſprechender Vermehrung des Natronſalzs ꝛc. Die Kommiſſion, vel f welche mit der Unterſuchung dieſer Mittheilungen beauftragt war, eſr z ſtellte während dieſer verſchiedenen Verſuche auch Verſuche mit gleit einer Miſchung von ihrer Erfindung an, welche blos aus in anf den Waſſer aufgelöſter Stärke und Leioco m beſtand, ohne allen t bexr Zuſatz eines Metallſalzes oder einer Säure. Eine Angabe Fries d n brachte ſie auf den Gedanken zu dieſer Miſchung, indem derſelbe Laem beobachtete, daß Stärke allein in Waſſer aufgelöſt und mehrere d Stunden lang gekocht, auch eine gute Schlichte gebe. Sie hoffte bi 23 daher, ein ähnliches Reſultat zu erhalten, indem ſie das Kochen n ziſs nur ungefähr ſo lange wie gewöhnlich dauern ließ, jedoch Leio⸗ indn ſi com der Stärke zuſetzte. Sie fand bald, daß ſie ſich nicht geirrt itrendu hatte und daß ein Kochen, welches höchſtens eine Stunde dauerte, telen 3 auf dieſe Weiſe eine Schlichte lieferte, welche in keiner Beziehung mn, Un etwas zu wünſchen übrig ließ. Während die ſäurehaltige Schlichte Genet wäſſerig wurde und weggeworfen werden mußte, blieb dieſe gummig