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Die Kartoffeln : <Solanum tuberosum C. Bauh.> Deren Geschichte, Charakteristik, Nützlichkeit Schädlichkeit, Kultur, Krankheiten etc. , mit ausführlichen Angaben ihrer industriellen Anwendung / monographisch bearb. nach ... von Friedrich Berchtold . Hrsg. v.d. k.k. patriotisch-ökonomischen Gesellschaft im Königreich Böhmen
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daß der Teig ſeine gehörige Steifigkeit erhält. Die Nacht hindurch gährt der Teig und wird am andern Morgen ausgeknetet, um ge⸗ backen zu werden. Zuweilen ſind auch die Kartoffeln, um die braune Jauche daraus zu entfernen, erſt des Abends aufgekocht, die Schale abgezogen, dann erſt am andern Morgen gerieben, und bei dem Auskneten des Teiges dazwiſchen gebracht worden; aber es ſcheint, als wenn das Brod dann nicht ſov locker iſt.(Prakt. Wochenbl. d. Neueſten ꝛc. J. 1840, Nr. 13.)

Seite 156. Nr. 3. Das Leipziger Hauslexikon gibt eine eigene Anleitung zur Bereitung des Brodes aus dem Mehle der gekochten und getrockneten Kartoffeln: 40 Pfd. Weizenmehl das aber von aller Kleie befreit ſein muß, werden mit 17 Pfd. Kar⸗ toffelmehl vermiſcht, der Sauerteig wie gewöhnlich bereitet, und aus dem Ganzen ein feſter Teig gemacht, welchen man von Abend bis zum andern Morgen gähren läßt. Am Morgen macht man dann den Teig fertig, verwendet dabei aber nicht zu viel Waſſer (welches nach Verhältniß der Jahrszeit mehr oder weniger heiß iſt); damit derſelbe etwas feſter werde, als der gewöhnliche Teig aus bloßem Weizenmehle. Daraus fertigt man nun Brode, die nicht über 6 Pfd. wiegen dürfen, bringt ſolche in Mulden oder Körbchen und dann in den Ofen, den man ½ Stunde lang ver⸗ ſchließt. Sobald das Brod Farbe erhält, öffnet man die Thüre einen Finger breit, und iſt es gebacken, nimmt man es heraus und kehrt es um. Nach ¹½ Stunde bringt man das Brod neuer⸗ dings in den Ofen und läßt es bei offener Thür eine Stunde lang darin*). Man darf das Brod aber erſt dann wieder in den Ofen ſchieben, wenn es ziemlich erkaltet iſt. Auf dieſe Weiſe wird auch bei der Vermiſchung des Kartoffelmehls mit dem andern Getreide: Roggen ꝛc. verfahren. Das erhaltene Brod iſt vortrefflich und kannn 8 10 Tage aufgehoben werden, ohne an Güte zu verlieren. 40 Pfd. Weizenmehl und 17 Pfd. Kartoffel⸗ mehl geben etwa 100 Pfd. gebackenes Brod, dem man bei der Bereitung nach dem Geſchmack 6 s Loth Kochſalz auf den Centner zuſetzen kann.(Bemerkung verdient noch, daß nicht alle Kartoffeln ein gleich gutes Brod liefern.)

Seite 158. Benützung des Stärkmehls zum Brode. Man hat die wichtige Bemerkung gemacht, daß man von dem Stärk mehl, welches auf die gewöhnliche Weiſe durch Auswaſchen aus

*) Dieſes zweite Einſchieben in den Ofen iſt durchaus nothwendig.

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