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Die Kartoffeln : <Solanum tuberosum C. Bauh.> Deren Geschichte, Charakteristik, Nützlichkeit Schädlichkeit, Kultur, Krankheiten etc. , mit ausführlichen Angaben ihrer industriellen Anwendung / monographisch bearb. nach ... von Friedrich Berchtold . Hrsg. v.d. k.k. patriotisch-ökonomischen Gesellschaft im Königreich Böhmen
Entstehung
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)unter ſi erwähnte Weiſe dargeſtellte Kartoffelmehl zur Gewinnung des

ſem geſüuen Stärkezuckers und des Stärkeſyrups, ſo wie eines fuſel⸗

en ſtehen a freien Branntweins dienen können. Für beide Zwecke wird es das wſſin nicht nothwendig werden, die mit verdünnter Schwefelſäure behan⸗ tnonmen t delten Kartoffeln nach dem Auswaſchen der Schwefelſäure erſt zu zwaſſer, wi trocknen, ſondern es können die Kartoffelſtücke noch feucht, durch und run die gewöhnlich angewendeten Vorrichtungen, ſogleich zu Brei zer⸗ 1, als ſie malmt und dieſer nach dem Zuſatz der erforderlichen Waſſermenge z Kartofelſi bis auf 70° erhitzt und durch Gerſtenmalzſchrot(auf eine Metze ſchnutig g der angewandten rohen Kartoffeln 20 Loth Gerſtenmalzſchrot) in d ſch dam m Stärkeſyrup umgewandelt werden, der dann durch Einkochen ver⸗ 2 unbrauchn dickt wird. Von 10 Metzen Kartoffeln erhält man ſo einen halben d trockren de Centner dicken wohlſchmeckenden Syrup von weingelber Farbe. nirwe, an der Wird der Syrup noch ſtärker eingekocht, ſo erſtarrt das Ganze „in Baitaben zu einer körnigen Maſſe, dem Stärkezucker, deſſen Gewichtsmenge veißes Arſthe nur um ein höchſt Unbedeutendes geringer, als das des Syrups iſt. Mohne die no Von ungemeinem Vortheil wird aber die Anwendung der züͤhle gend ſo zubereiteten Kartoffeln für die Branntweinbrennerei ſein, anur ſhr n indem der aus denſelben dargeſtellte Branntwein von ausgezeich— „ Theil a neter Reinheit iſt und von dem ſogenannten Kartoffelfuſel auch aße ni nicht die mindeſte Spur zurückbleibt. Ein ſo dargeſtellter Spiritus ndie gettn übertrifft an Reinheit den aus Roggen- oder Gerſtenſchrot dar⸗ c ein h geſtellten und kann in jeder Beziehung dem ſogenannten Wein⸗ ecten d ſpirit an die Seite geſtellt werden. Obgleich aber auf ſolche Weiſe nren iſt eim ein beſſeres Produkt erzielt wird, ſo werden doch dadurch die zben, Vortu Fabrikationskoſten nicht geſteigert, ja vielmehr geringer, indem hier jninder ql das jetzt übliche Kochen der Kartoffeln vor dem Einmaiſchen er—

ſpart wird.—

Im Allgemeinen ſind zur Darſtellung des Kartoffelmehls nach dem angeführten Verfahren alle Kartoffelſorten anwendbar, ſelbſt auch die gefrornen und gekeimten; das beſte Produckt liefern jedoch die ſogenannteu Zwiebelkartoffeln, nach dieſen die rothe, dann die

oſten bei de magüch, d n Zwecken

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aönlichen de Zuckerkartoffel u. ſ. w. Am geringſten iſt der Exkrag von den ten u ſ Nierenkartoffeln. Auch iſt die Zeit, in welcher die Kartoffeln be⸗ vn u! nutzt werden, nicht gleichgültig; am vortheilhafteſten iſt die Zeit genmehl z““

K raf vom November bis März.

eie ſege Da das Vorurtheil, als ſei die Anwendung der Schwefel⸗

E dan ui ſäure bei der Darſtellung von Nahrungsſtoffen der Geſundheit nachtheilig, vielfach verbreitet iſt, ſo möchte es nicht unnöthig ſein,

feln, 5 N ſchließlich noch die Bemerkung beizufuügen, daß die ſtark mit Waſſer