Druckschrift 
Die Kartoffeln : <Solanum tuberosum C. Bauh.> Deren Geschichte, Charakteristik, Nützlichkeit Schädlichkeit, Kultur, Krankheiten etc. , mit ausführlichen Angaben ihrer industriellen Anwendung / monographisch bearb. nach ... von Friedrich Berchtold . Hrsg. v.d. k.k. patriotisch-ökonomischen Gesellschaft im Königreich Böhmen
Entstehung
Einzelbild herunterladen

vorher 1 pCt. ſogenannte engliſche Schwefelſäure*) unter beſtän⸗ digem Umrühren zugeſetzt hat, übergoſſen. In dieſem geſäuerten Waſſer bleiben die Kartoffelſtücke etwa 24 Stunden ſtehen oder uͤberhaupt ſo lange, bis ſie durch ihre ganze Maſſe das wäſſerige Anſehen verloren und eine mehr weiße Farbe angenommen haben. Sobald Letzteres geſchehen iſt, wird das Sauerwaſſer, welches jetzt einen ſehr üblen Geruch beſitzt, abgegoſſen und nun die Kartoffeln ſo lange mit reinem Waſſer abgewaſchen, als ſie noch einen ſauren Geſchmack beſitzen. Unvorbereitete Kartoffelſtücke trocknen bekanntlich ſehr ſchwer, nehmen hierbei eine ſchmutzig gelbe Farbe an, bekommen ein hornartiges Anſehen, laſſen ſich dann nur ſchwierig pulvern, und ſind als Nahrungsſtoff ſo gut als unbrauchbar. Die auf die erwähnte Weiſe zubereiteten Kartoffeln trocknen da gegen ſehr leicht, ſelbſt ohne Anwendung von Wärme, an der Luft, leichter natürlich in erwärmten Räumen, z. B. in Backſtuben u. ſ. w. Nach dem Trocknen haben ſie ein ſchönes weißes Anſehen, etwa wie Stärke, laſſen ſich leicht zerbröckeln und ohne die min deſte Veränderung aufbewahren. Auf der Getreidemühle gemahlen geben ſie aber ein feines, ſchön weißes Mehl und nur ſehr wenig Kleie. Dem Gewichte nach erhält man den vierten Theil der an⸗ gewendeten Kartoffeln, Kartoffelmehl oder, dem Maße nach, aus 2 Metzen Kartoffeln 1 Metze Mehl. Pulvert man die getrocknete Maſſe gröblich in einem Mörſer, ſchlägt ſie durch ein Sieb, ſo kann man einen recht brauchbaren Gries oder dem echten Sago ſehr ähnliche Körner darſtellen. Nach dieſem Verfahren iſt es nun möglich, in Jahren, wo die Kartoffeln gut gerathen, Vorräthe der getrockneten Maſſen für künftige Jahre, die eine minder gute Kartoffelernte bieten, aufzubewahren; denn die Koſten bei der Darſtellung ſind höchſt unbedeutend. Auch iſt es nun möglich, das Kartoffelmehl mit pecuniärem Vortheil zu allen den Zwecken zu verwenden, wozu man bisher das Getreidemehl benutzte. In Be⸗ zug auf ſeine Anwendung zum Backen muß jedoch noch bemerkt werden, daß es für ſich allein nur zu Torten und aͤhnlichen Back⸗ werken zu verwenden iſt, zum Brod- und Kuchenbacken u. ſ. w. iſt es nur gemeinſchaftlich mit Weizen- und Roggenmehl zu be⸗ nutzen; indem ihm nämlich der in letztern vorhandene ſogenannte Kleber mangelt. Sehr zweckmäßig wird ferner das auf die

*) Man braucht für jeden Korb(vier Metzen) Kartoffeln,½ Pfund Schwefelſäure.

erwähnte Stäͤrkez! freien Bra nicht nothw delten Kart trocknen, ſe die gewöhn malmt und bis auf 70 der angewe Starkeſyru dickt wird. Centner d Wird der zu einer nur um e Von ſo zubere indem der neter Rei nicht die!; ibertrifft geſtellten ſoirit an d ein beſſere Fabrikatior dos jetzt i ppart wird Im den angef auch die g die ſogene guckerkart Nierenkar nutzt wer vom Nov Da ſäure bei nachtheili ſcließlich