14
——
lichen brabantiſchen Kriege mit. Doch war es erſt im J. 1740, woher wo ſie ſich um Leipzig zu verbreiten anfingen. konmen
Nach Schweden kamen die Kartoffeln im J. 1726 durch das de Jonas Alſtröm, und in Finnland wurden ſie erſt im J. 1737 am mun bekannt. Aus dem Elſaß und Holland erhielt ſie die Schweiz beſber! (Kanton Bern), wo die Knollen im J. 1730 ſchon häufig waren. ſalchein Der Bauer Andres Spies erzählt in ſeiner Chronik, daß um das rustheile J. 1730 die Kartoffeln im ganzen Nordgau aufgenommen und ſe gaben mit großem Nutzen gebaut worden. Allein in Weſtphalen und diſſe o Niederſachſeu führte man den Kartoffelbau erſt gegen das J. nicht ohr 1740 ein. irs Nrei
In Schottland hat ſie Graham im J. 1746 auf Kylſith um n zuerſt angebaut. Die Kartoffeln ohne allen Zuſatz bilden die ein— braucht h zige Nahrung des Irländers, und glücklich iſt dort die Familie Theuerun zu preiſen, welche ſich dieſelben in hinreichender Menge ver— urrnniſh ſchaffen kann. anerkannt
So ſehr man nun auch dieſe wichtige Erdfrucht rühmte, ſo Bevolker ſcheuten ſich doch Viele, davon Gebrauch zu machen, weil man ſie ſcienen für ein der Geſundheit höchſt nachtheiliges Gewächs hielt. Ihre in ihrer Kultur im Großen, wenigſtens in einigen Gegeuden, vorzüglich agren, im Gebirge, ſcheint nur durch den Succeſſionskrieg(1700— 1713) nels, als und den bald darauf begonnenen ſiebenjährigen Krieg allgemeiner vem ſe geworden zu ſein. Friedrich II., König von Preußen, ſchickte b n Kartoffeln in die ſchleſiſchen Aemter mit den Befehl, ſie zu ver— razte, theilen, und über den Erfolg ihres Anbaues zu berichten. In rn uu den Dresdner gelehrten Anzeigen vom J. 1757 werden ſie ſchon ufäng als ein großer Segen Gottes für das Gebirge gerühmt. ſa hen
In Boͤhmen wurden die Kartoffeln, welche man wahr⸗ vutden, ſcheinlich im dreißigjährigen Kriege kennen gelernt, aber keiner Kul⸗ pnun, tur gewurdigt, durch die irländiſchen Franziskaner(Hiberner ge— wii lin nannt), die in Prag ein Kloſter hatten und die in ihrem Vater— dünſit lande dieſe Wurzelknollen von ihrer guten Seite kennen gelernt, backen 1 ſorgſam in ihrem Garten gepflanzt, aus welchem ſie zwar in an— lexen t dere Gärten übergingen, in's offene flache Land aber nicht vor⸗ nun 1 zudringen vermochten. Die Bergleute aus dem Erzgebirge brachten ertaun ſie in die Gegend von Joachimsthal und Schlackenwald, und aus ſe wn dem ſchleſiſchen Gebirge gingen ſie in das böhmiſche Rieſengebirge an 8 über. Die Boͤhmen, ſeit dem preußiſchen Kriege gewohnt, alle tar de
preußiſchen Unterthanen Brandenburger zu nennen, nannten auch — 3 5 ar die Kartoffeln ſo, weil ſie ſolche aus preußiſchem Lande erhielten, M.


