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Von dieſen ſcheinen ſie zuerſt— zwiſchen den J. 1560 und 1570— nach Burgund und in das ſüdliche Italien, wahrſcheinlich durch die Kriegsvölker gebracht worden zu ſein, von wo ſie über die Nieder⸗ lande nach Deutſchland kamen. So ſollen ſie bereits von Hieron. Cardanus, einem berühmten Naturforſcher des XVI. Jahrhunderts, im J. 1580 in Italien bekannt gemacht und im J. 1588 dort ſogar angebaut worden ſein. Doch bleibt es unent- ſchieden,»wie Cluſius bemerkt:« ob Italien die Kartoffeln aus Spanien oder Amerika erhielt; auch bezeugt er, daß ſelbſt die mediziniſche Schule zu Pavia ſie bis an das J. 1588 noch gar nicht gekannt, und daß er ſie von Frankfurt erſt dahin geſandt habe; dagegen waren die Kartoffeln ſchon im J. 1601— nach ſeiner Ver⸗ ſicherung— ziemlich gemein in allen Gärten Deutſchlands geweſen. (S. Cluſius Histor. rariorum plant. Lib. III. p. LXXXI. 1601.)
Am Ende des XVI. Jahrhunderts wurden ſie durch den päpſtlichen Geſandten in Holland bekannt*). Zu gleicher Zeit(1587) erhielt auch von deſſen Diener Herr Sivry von Walhain einige Wurzelknollen unter dem Namen Tartouffoli, davon letzterer zwei im Anfange des J. 158s ſeinem Freunde, dem Botaniker Cluſius, aus den Niederlanden nach Wien, und das folgende Jahr die Abbildung der ganzen blühenden Pflanze zugeſendet, die Clu— ſius auch von Garet dem jüngern, in Frankfurt ſpäter erhalten zu haben beſtättigt.
Gewiß iſt es, daß Kaſp. Bauhin eine Abbildung der Kar⸗ toffeln mit der Benennung Papas der Spanier vom Dr. Scholz aus Breslau im J. 1590 in Baſel bekommen, und da er ſie noch von Niemanden beſchrieben gefunden, ihr den Namen: Solanum tuberosum esculentum, ihrer Aehnlichkeit wegen in der Bildung und dem eigenthümlichen Geruche mit Arten dieſer Gattung, bei— gelegt habe, und in ſeinem Phytopinaks vom J. 1596 beſchrieben, im Prodromus aber abgebildet hat.
Demnach wäre es auch entſchieden, in wie fern Cluſius oder
gebaut, und die Reiſen um das Kap Horn dauerten damals noch zu lange, und waren auch zu ſelten, um auf dieſem Wege die Kar— toffeln nach Europa zu ſenden.(S. Meyen a. a. O.)
»His« ſind des Cluſius Worte:»castanearum aut pastinacae in modum vescebatur, ut intelligo Legaius ad firmandas vires, quia
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erat valde imbecilla valetudine; non minus autem alere puto quam castaneas et pastinacas, flatulentas tamen esse, propterea ad proritandam Venerem nonnullos uti.«(Conf. Clus. Rarior. plant. Hist. I. c.)
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