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hh Europe ziemlich unbekannt in England geblieben, was aus einigen Schau⸗
ſen Endtze ſpielen Shakespeare's, worin er über ſie und die Leichtgläubigkeit der Menſchen witzelt, deutlich zu erkennen iſt.
Amerika zwe Da Drake meyhrere Koloniſten aus Virginien mit den Kar⸗ llen mit Ge⸗ toffeln zugleich nach England brachte, ſo verbreitete ſich dadurch kin es gewe— der Irrthum, als wäre Virginien das Vaterland derſelben; in⸗ hiffsproviſin deſſen ſie dort doch mit größerer Mühe und geringerem Ertrage hebracht habe als in England und dem übrigen Europa gezogen worden.
aniens, ſagt Die erſten Samenkartoffeln gab Drake dem berühmten eng— in der Pu— liſchen Botaniker Gerard, der ſie im J. 1597 in ſeinem Garten feit nach ze zu London zog und vervielfältigte, welche letztere Angabe durch
Schiffe geln⸗ Aiton den jüngern beſtätigt wird.
Obgleich die Kartoffeln in Irland, wie oben geſagt wurde, weit früher bekannt geweſen ſind, ſcheinen ſie dennoch bald wieder in Vergeſſenheit verfallen zu ſein; denn um das J. 1610 oder 1623 brachte Walther Raleigh dieſelben zum zweiten Mal aus Virginien nach Irland, woſelbſt ſie zuerſt in dem Garten von Youghall gebaut wurden.
Alle dieſe geſchichtlichen Angaben ſind jedoch ſpäter als jene der Einfuͤhrung der Kartoffeln durch die Spanier nach Europa*)”
h, oder Ei unmittellar Europa g⸗ wird dieſes p. Bauhin
1558— 1609) jerſten Kar⸗ racht haben; gefunden(ſ. Humboldt's Neu⸗Spanien, III. p. 75.) und Schiffe, welche im J. 1586 aus der Bai von Albemarle zurückkehrten, die
eh 4 erſten Kartoffeln nach Irland gebracht(ſ. Beckmann's Grund— der berühnt züge der deutſchen Landwirthſchaft, 1806, p. 289), ſo möchte wohl on nach den die Geſchichte, daß Franz Drake die Kartoffeln nach Europa ge— im J. 1585 bracht hat, ſo ziemlich erdichtet ſein. In der Beſchreibung jener
merkwürdigen Reiſe des engliſchen Korſaren ſteht wenigſtens davon
jedoch nicht Jieln 9le kein Wort, und als Drake bei ſeiner Rückkehr nach England, wo
rzente ſpate er bekanntlich in die Themſe mit ſeidenen Segeln aus dem Raube der
ſpaniſchen Gallone von Manila einfuhr, von der Königin Eliſabeth wo die Kar⸗ auf ſeinem Schiffe mit einem Beſuche beehrt wurde, da kamen alle s Geundzigt die Speiſen und alle Früchte auf die Tafel, welche jener Welt⸗
umſegler mitgebracht hatte. Bei der Beſchreibung von jenem Gaſt— mahle werden die Speiſen alle genannt, aber von der Kartoffel iſt dabei nicht die Rede. So iſt der Name des Mannes verloren ge— gangen, welcher die größte Wohlthat nach Europa gebracht hat, womit die alte Welt von Amerika aus beſchenkt iſt.(Vergl. Meyen's Grundzüge der Pflanzengeographie. J. 1836.)
Man wundere ſich nicht, daß die Kartoffeln nicht eben ſo ſchnell wie der Mais und die ſüße Kartoffel(Convolvulus batatas L., und Ipomoea tuberosa L.) durch die Spanier nach Europa gebracht worden iſt, denn die Pflanze ward auf der Weſtküſte von Südamerika
eln vor der Fehlen dieſe verſchiedene 3 Vorhanden⸗ rerika zu be⸗
1 N* Curopäer die
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iſten, velce feln daſelbſt


