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Der Kunstwiesenbau : praktisch dargestellt auf der hochgräflich von Nimptsch'schen Herrschaft Geiersberg, Königgrätzer Kreises in Böhmen / von Stephan Weinar
Entstehung
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theile den Sommermonaten aber nur in zwei Abtheilungen geſchehen. onnen, Auch iſt bei anhaltend trockenem Wetter im Sommer der Fall eſogene vorgekommen, daß man die Bewäſſerung derſelben nur in vier . Abtheilungen bewerkſtelligen konnte. So weit als man nun mit nuͤßten dem vorhandenen Waſſer bewäſſern zu können glaubt, zieht man and bii die Schützen der durch den Hauptbewäſſerungsgraben gelegten 85 un bretternen Röhren auf, ſetzt jene Steinſtaue in die Zuleitungsgrip Heuts pen und läßt das Waſſer auf die Wieſe fließen. Will man auf nicht dieſer Abtheilung nicht mehr wäſſern, ſo ſchiebt man jene Schützen 6, 2 zu und legt die Stauſteine zur Seite, damit das Waſſer ſogleich pfahl⸗ wieder durch die Bewäſſerungsgrippen, welche nun Entwäſſerungs wäͤſſe⸗ grippen werden, abziehen kann, und geht dann zur Bewäſſerung kann einer andern Abtheilung in eben dieſer Art. ehen; Im Hauptbewäſſerungsgraben geſchieht das Anſpannen des an ſich Waſſers, um einer gewiſſen Zahl Röhren dasſelbe zuzuführen, t muß auch durch eingeſetzte Staubretter. Regelmäßiger wird jenes zwar , wo durch Anlage von wirklichen Schleuſen bewirkt, aber dieſe koſten deß⸗ mehr als jene, und da die Staubretter beweglicher ſind, ſo ent den ſprechen ſie auch mehr dem Zwecke als die feſt auf einer Stelle ſchaf⸗ ſtehenden Schleuſen. Ich pflege hier und da im Hauptbewäſ das ſerungsgraben zwei mit Pfalzen verſehene Pfähle gegeneinan läßt, der und über einem eben ſo ſtarken Roſte einzuzapfen, welcher ndern mit einem Pfalz verſehen wird, in den dann die Staubretter ein dem geſetzt werden können.

hier⸗ Damit aber nicht für eine jede auf dieſe Art hergeſtellte Stau lichen Vorrichtung ein beſonderes Staubrett nothwendig wird, müſſen alle in gleicher Weite hergeſtellt werden, ſo daß ein Brett für alle zu t der langt.

Von der Witterung und dem Waſſervorrathe hängt es zu gleich ab, wie lange man einer Abtheilung das Bewäſſerungswaſ ſer zufließen laſſen kann. Im Herbſte und zeitlich im Frühjahre benützt man vorzugsweiſe das trübe mit recht düngenden Beſtand theilen geſchwängerte Waſſer, und wenn dieſes in gehörigem Maße

müh⸗ nicht d und

Staue

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hafr herzufließt, ſo bewäſſert man die Wieſe ſtets fort. Späterhin im

Kin. Frühjahre, beſonders wenn das Gras ſchon zu wachſen anfangt,

d wo dann nur klares Waſſer zur Anwendung kommen darf, muß 8 man, um den Pflanzen nicht durch zu vieles Waſſer zu ſchaden,

inne ſchon mehr periodenweiſe die Bewäſſerung anwenden, und wenn

taß man zwei bis drei Tage gewäſſert hat, wieder dieſelbe Zeit

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