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tung oder Abtragung nöthig iſt, ſo lange damit fortgefahren wer⸗ den kann, bis die zu planirende Stelle vollkommen geebnet iſt; dann wird der Raſen nur überrollt, paſſend zuſammengeſtoßen und ge— ſtampft. Durch dieſe Verfahrungsart hat Verfaſſer Flächen geeb— net, die durch eine andere Methode ſehr ſchwer und meiſt auch koſt— ſpielig zu ebnen geweſen wären. Dieſelbe verdient auch vor allen andern den Vorzug; denn während man nur ein einziges Stück Raſen nach Fig. 4 aufſetzt, ſo iſt auch nach dieſer Art in derſel⸗ ben Zeit ſchon ein 10⸗ bis 12mal längerer Streifen aufgelegt.
Nachdem ich nun über den Aufbau der Bewäſſerungsgräben und über die Planirung der auf einer Wieſe vorkommenden Un— ebenheiten mich ausgeſprochen habe, gehe ich zu den ferner ſich er— gebenden Arbeiten über. Dieſe beſtehen:
a) In der Anlage der erforderlichen Nebenleitungen;
b) in der Anlage der Entwäſſerungsgräben;
c) in der Anlage der Zuleitungs- und Bewäſſerungsgrippen, ſo wie der Verbindung derſelben mit den Haupt- und Neben-Waſ— ſerleitungen, aus welchen ſie das Waſſer erhalten ſollen;
d) in der Anlage der nothwendigen Abfahrten, und
e) in der Art und Weiſe wie und wann das Bewäſſern auf das Zweckmäßigſte geſchehen kann.
Ad a) Hier kommt vorzüglich in Betracht, ob ſich auf der zu bewäſſernden Wieſe nicht Erhöhungeneé vorfinden, denen das Waſſer nur durch Aufbau zugeführt werden kann. Ein genau angeſtelltes Nivellement der ganzen Wieſe gibt übrigens den beſten Fingerzeig, wo dergleichen Aufbauungen nöthig ſind, oder wo die Erhöhungen nur durch Planirung beſeitigt werden können. Kann Letzteres ge— ſchehen, ſo iſt es freilich das Beſte; oft giebt es aber auch Fälle, wo es nicht thunlich und meiſt auch ſehr koſtſpielig iſt, bedeutende Erhöhungen durch Abtragung in eine gewiſſe Ebene bringen zu wollen, weßwegen man, nach Vergleich der Koſten, immer das Beſte und Entſprechendſte wählen muß. In dem vorliegenden Plane Tafel IV war blos eine einzige, aus Raſen erbaute, Nebenlei— tung unter Nro. 3 erforderlich, um das Waſſer aus dem Entwäſ— ſerungsgraben Nro. 4, welches bei Nro. 5 mittelſt einer Schleuſe aufgefangen und bis 12“ hoch geſtaut wurde, über den Hauptab— zugsgraben n auf die höher gelegene Wieſenabtheilung bei Nro. 6 zu bringen, und ſo den Grippen Nro. 7, 8 und 9 eine größere Waſſerquantität zu verſchaffen. Iſt das aus dem Entwäſſerungs⸗


