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Der Kunstwiesenbau : praktisch dargestellt auf der hochgräflich von Nimptsch'schen Herrschaft Geiersberg, Königgrätzer Kreises in Böhmen / von Stephan Weinar
Entstehung
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werden kann, dürfte die Zeichnung auf Tafel III Fig. 4 am deut lichſten verſinnlichen. Wie aber Erhöhungen oder Vertiefungen auf das Zweckmäßigſte geebnet und ſogleich wieder, mit dem geringſten Koſtenaufwande, zur Wieſe gemacht werden können, wird die Fig. 5 am beſten erklären. Viele Oekonomen werden vielleicht glauben, daß es Fälle gibt, wo man die Planirung der Unebenheiten einer Wieſe, wozu ich hauptſächlich Mulden und ſonſtige Vertiefungen rechne, durch ein bloßes Aufſchütten des Erdreichs in einer gewiſſen Ebene bewerkſtelligen könne. Man wird baldmöglichſt zur Ausſaat dieſer planirten Stellen mit den für eine Wieſe paſſenden Gräſe reien eilen, aber durch dieſes Verfahren die Beſtimmung und den Zweck der Planirung kaum halb erreichen, was ich nachſtehend zu beweiſen ſuchen werde. Die Planirung ſolcher Unebenheiten kann, nach der Anſicht des Verfaſſers, auf zweifache Art geſchehen, und zwar:

1. Wenn man den Raſen in einſchuhige Quadratſtücke zerlegen und ausheben läßt, da, wo Abgrabung nöthig iſt, die Erde bis zur be merkten Tiefe abgräbt, und, wo Aufſchüttung erforderlich iſt, dieſe bis zur marquirten Höhe aufſchüttet, ſtampft und dann wieder mit dieſem abgeſtochenen Raſen belegt. Die

2. und empfehlenswertheſte Art iſt die, wie ſie auf Tafel III Fig. 5 dargeſtellt iſt, nämlich:

Hat man eine Anhöhe oder Vertiefung durch Planirung mit

der umliegenden Wieſe zur correſpondirenden Ebene zu machen, ſo wird, in der Vorausſetzung, daß die Erhöhung oder Vertiefung be reits mit Hülfe der Lattenkreuze und durch eingeſchlagene Marquir Pflöcke genau abgewogen worden iſt, zuerſt der Raſen, wie bei Fig. 5 erſichtlich iſt, nach einem 12 breiten Brette in 6, 8, 10 und nach Umſtänden auch 12 lange, 12 breite Raſenſtreifen mit dem in Tafel II Fig. 3 beſchriebenen Raſenſchneidmeſſer getrennt. Iſt dieß geſchehen, ſo werden die Raſenſtreifen bis auf 2 Dicke mit dem bei Fig. 2 abgebildeten Tellereiſen abgeſtochen und durch einen Ge hülfen anſtrengungslos zuſammengerollt, mit welcher Arbeit man fort fährt, bis die zu ebnende Fläche auf dieſe Art ganz abgeraſ't und zuſammengerollt iſt, wo man dann die Aufſchüttung vornehmen kann. Bevor man indeſſen zur Zuräckrollung des Raſens ſchreitet, muß das aufgeſchüttete Erdreich um dasſelbe vor dem Sinken zu bewahren durch die Erdſtampfer feſtgeſchlagen und mit einer Setzlatte geprüft und unterſucht werden, damit da, wo noch Aufſchüt