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Da es aber durchaus nicht nothwendig iſt, dergleichen lu— ruriöſe Bauten, die den ökonomiſchen Verhältniſſen ſo wenig entſprechen, auf eine die Auslagen nicht ſcheuende Art ausführen zu laſſen, und dem Nachahmer es vielleicht wünſchenswerth ſeyn dürfte, auch mit geringern Koſten dasſelbe Ziel zu erlangen, ſo will ich in aller Kürze darzuſtellen ſuchen, wie man nicht nur bei der Abwage ſelbſt, ſondern auch bei Erbauung der Bewäſſe— rungsgräben, ohne ſo bedeutende Aufführungen herbeizuführen, bei jedem noch ſo ſteilen Terrain zu verfahren hat. Ich nehme an, daß das in Tafel III Fig. 3 angeführte Terrain a e genau die Wieſe bezeichne, die durch einen auf dem Terrain zu erbauen— den Bewäſſerungsgraben zur Ueberrieſelung gelangen ſoll.
Die Länge des zu erbauenden Grabens von a bis c betrage 80 Klafter, das Gefälle aber bis dahin 1⁰° 2. Da aber, wie ich bereits erwähnt habe, ein ſolcher Graben mit Sicherheit nur mit einer Decimal⸗Linie Gefälle pr. Klafter hergeſtellt werden kann, auf die Diſtanzlänge von 80° deßhalb auch 80“ oder 8“ betragen müßte, ſo ergibt ſich, daß hier die Ueberſteigung des Gefälles rein 1⁰ 1 2“ beträgt. Daß man mit dieſem Gefälle keinen Graben anlegen kann, wird, ohne daß ich mich weiter darüber auszulaſſen brauche, Jedem begreiflich ſeyn. Unter dieſen Umſtänden bleibt daher auch nichts Anderes übrig, als entweder die Sohle des Grabens in der Höhe von ab durch Auffuhr zu bilden, oder aber auf folgende Art zu verfahren:
Bei der Abwage ſtellt man das Inſtrument in die Mitte der Punkte a d auf den Standpunkt Nro. 1, ſchickt den Gehül— fen mit der Nivellir-Latte auf den Anfangspunkt— wo ſchon ge⸗ nau mit einem ſtarken Pflocke die zu bildende Sohle bezeichnet läßt die Platte ſo weit hinauf- oder hinunter— ſchieben, bis der Viſirſtrahl den weißen Streifen des Zielbrettes trifft; dann wird das für die Diſtanz a d erforderliche hier ge⸗ nau 2“ betragende Gefälle auf der Nivellirlatte, indem man das Zielbrett um 20“ oder 2“ höher ſchiebt, beſtimmt. Mit dem auf dieſe Weiſe feſtgeſchraubten Zielbrette wird der Gehülfe auf den Punkt à geſchickt, dort ein Niveau-Pflock aufgeſtellt und ſo weit in die Erde getrieben, bis der Viſirſtrahl genau den weißen Streifen trifft. Der auf dieſe Art beſtimmte Punkt d wird nun um das erforderliche Gefälle tiefer liegen, als der Punkt a. Das Nivellir-Inſtrument wird dann auf den neuen Standpunkt Nro. 2 übertragen, die Latte aber mit unverrücktem Zielbrette in a ſte—


