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Der Kunstwiesenbau : praktisch dargestellt auf der hochgräflich von Nimptsch'schen Herrschaft Geiersberg, Königgrätzer Kreises in Böhmen / von Stephan Weinar
Entstehung
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Bewäſſerungsgrabens lag, ſo mußte auch, im Falle einſt der Reſerve

Teich ausgeſchlemmt werden ſollte, beſonders darauf Rückſicht ge nommen werden, wie man denſelben rein trocken legen und den letzten Tropfen dieſer Succus-Maſſe zu einer zweckmäßigen Verthei lung auf die Wieſe verwenden könnte. Zu dieſem Behufe wurde an der Sohle des Reſerve-Teiches eine gewöhnliche Teichrinne mit einem Ständer eingeſetzt. Da nun aber das Gefälle vom Re ſerve-Teiche bis an den Hauptabzugsgrabenen volle 37, die Tiefe des Abzugsgrabenen unter dem Damme aber nur 24 betrug, ſo wurde es leicht möglich, dieſe Succus-Maſſe durch Hebung der Sohle des Abzugsgrabens n ganz in die nebenanliegenden Grippen lei ten zu können. Damit aber die geneigten Herren Leſer auch ſehen, daß ich zu einer ſubſtantiöſen Vermehrung der Dungjauche alles Mögliche beigetragen habe, erwähne ich hicr, daß zu dieſem Behufe der ganze Raum des Hofes durch von den Feldern durch das Thor y eingeführtes Waſſer überſchwemmt, nachdem dasſelbe alle Ingredienzen im Hofe aufgenommen hatte, in die Dungſtätte 2z, und von da durch einen unterirdiſchen Canal wieder in den Re ſerve-Teich geleitet wurde. Aus Allem dem erſieht man, daß weder Koſten noch Mühe geſpart wurden, ein Werk zur Ausführung zu bringen, das bei richtiger Behandlung nicht nur den Wirthſchafts verhältniſſen auf das Vollkommenſte entſprechen, ſondern auch die auf dieſe Melioration verwendeten Capitalien mit wuchernden Zinſen retourniren müſſe.

Ich habe bis jetzt bloß das Verfahren bei einem abzuwägen den Bewäſſerungsgraben für den Fall, daß man die Richtung des ſelben nämlich directe, d. h. wie ſie das Nivellir-Inſtrument nach dem feſtgeſetzten Gefälle zur Richtſchnur beſtimmt, nimmt, zu verſinnlichen geſucht. Im gegenwärtigen Falle betrug das Gefälle nach Tafel IV vom Einlaßpunkte bebis zum Ende der Bewäſſe rungsanlage i eine Currentlänge von 458 Klafter, 458 Lini⸗ en, oder 44 5 8. Aus dem eben Geſagten geht hervor, daß man, da blos das Nivellir-Inſtrument die Höhe der aufzu führen den Sohle beſtimmte, viel abzutragen, das Meiſte aber in einer durchſchnittlichen Höhe von 36 7 aufzuführen hatte, wie man deutlich unter der Hutweide A und B erſehen kann.

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