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Der Kunstwiesenbau : praktisch dargestellt auf der hochgräflich von Nimptsch'schen Herrschaft Geiersberg, Königgrätzer Kreises in Böhmen / von Stephan Weinar
Entstehung
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über denſelben fortbringen würde, nichts Anderes übrig, als eine in Quadern genau paſſende bretterne Uebertragsrinne einzuſetzen, welche zur Zeit der Heu- und Grummeternte herausgehoben, zur Zeit der Bewäſſerung aber wieder eingelegt werden kann. Bei die ſem Arme des Bewäſſerungsgrabens trat auch noch der mißliche Umſtand ein, daß man hinter demſelben, wegen der von den obrigkeitlichen Feldern herzu ſtrömenden Gewäſſer, einen 3/breiten und 18 tiefen Abzugsgra bener, der das Waſſer ſammt und ſonders aufzunehmen und in den Reſerve-Teich zu führen hat, ausheben mußte. Der Vor theil, welchen man durch die Miſchung und Verſetzung der in dem Reſerve-Teiche ſich aus dem ganzen Meierhofe ſammelnden Dung jauche gehabt hätte, läßt ſich nicht verkennen; doch wie fand ich mich getäuſcht, als ich durch ein angeſtelltes Nivellement fand, daß die Sohle dieſes Abzugsgrabens noch 4 unter der Sohle des Re ſerve-Teiches liege und daß man deßhalb das in demſelben befind liche Waſſer nicht einmal zur Bewäſſerung der unter dem Garten liegenden Wieſenfläche verwenden könne. Da das Waſſer nicht in den Graben gelaſſen werden konnte, wurde dasſelbe durch einen unterirdiſch aus Stein terraſſirten Canal unter der Ueberfahrt bei g durch den kleinen Bewäſſerungsgraben s zu den Zuleitungsgrip pen 1 und 2 geführt.

Um einer möglichen Verſchlemmung der Wieſe in Folge eines Landregens oder Wolkenbruches durch das aus dem Abzugsgra benr auf die Wieſe fließende Waſſer vorzubeugen, ward beit eine kleine Schleuſe, die das Waſſer zur Zeit des Gebrauchs aufzuhal ten, im entgegengeſetzten Falle aber in den Abzugsgraben u ab zuſondern hatte, angefertigt. Durch dieſes Verfahren ward man in den Stand geſetzt, den beſprochenen Abzugsgraben nicht nur rein trocken legen, ſondern auch das in demſelben befindliche Waſ ſer wieder vollkommen verwenden zu können.

Nach Beſeitigung dieſes Hinderniſſes ward nicht nur die Ver bindung des Reſerve-Teiches beif durch einen in dem Damme des Teiches angebrachten Canal mit dem Bewäſſerungsgraben d hergeſtellt, ſondern auch noch mit dem letzten Arme bis v vollendet. Um aber auch die Dungjauche nach Belieben in dem Reſerve-Teiche conſer viren, deſtilliren und mit dem durch den Milchbrunnen bei x flie ßenden Quellwaſſer, bevor dasſelbe auf die Wieſe ausgelaſſen wer den mußte, ordentlich ſperren und zerſetzen zu können, ward ein gemauerter Canal durch den Damm gezogen und im Lichten