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Erſt wenn die unterſte Wand einer ſolchen Grippe auf die eben beſchriebene Art zu Stande gebracht iſt, kann man dem Quer— gräbchen eine gleichmäßige Sohle ſchaffen. Wollte man früher da— zu ſchreiten, ſo ſticht man da, wo die Wieſe Vertiefungen hat und wo man Raſen zur Seite der Grippe aufſetzen mußte, die Sohle gewöhnlich zu tief aus und hier bleibt dann, beſonders bei feſtem Boden, ſpäter immer etwas Waſſer ſtehen, was bei dieſer Bewäſ— ſerungsmethode nun ein für allemal nicht Statt haben darf.
Dieſen kleinen, horizontalen Grippen wird eine Tiefe von 3 bis 4“ gegeben, ſo daß gerade nur der Raſen weggeſchafft zu wer— den braucht, weil ſonſt, ſchon in den erſten Wochen der Bewäſſe— rung, die Grippe wieder zuwachſen würde. Die vertikal ausge— henden Zuleitungsgrippen erhalten dieſelbe Tiefe. Hat man der ei— nen horizontalen Grippe gegenüber eine zweite ausgearbeitet, ſo ſetzt man nun dicht unter deren Mündung in die Zuleitungsgrippe einen Stau(am beſten von Stein), und man wird dann, wenn Waſſer eingelaſſen wird, bald erſehen, ob man richtig gearbeitet hat und wo etwa noch nachgeholfen werden muß.
Dieſe Stauſteine können, wenn eine Wieſe zum erſten Male ſo eingerichtet wird, auch durch Raſen, der genau in die Grippe paſſen muß, erſetzt werden, bis man Gelegenheit erhält, ſich an deſſen Statt der Steine bedienen zu können. Dieſe Steinſtaue haben vor den bretternen den Vorzug, daß dieſelben unzerſtörbar ſind und nicht ſo leicht entfremdet werden, während die erſtern bald verfaulen und durch friſche erſetzt werden müſſen.
Wegen des ſtärkern Druckes des unmittelbar in der vertika— len Zuleitungsgrippe herfließenden Bewäſſerungswaſſers, läßt man die Staue etwas über den untern Rand der horizontalen Grippe hervortreten und baut den zunächſt an den Stau treffenden Rand der Grippe auf eine Länge von 2 bis 3' um einen bis zwei Zoll höher. Hierdurch bezweckt man, daß das Bewäſſerungswaſſer ſich beſſer zur Seite in die horizontalen Grippen drängt und nicht ſo leicht über oder neben dem Staue überſchütten kann.
Hauptſächlich iſt dieſe Regel da zu beobachten, wo in den ver— tikal auslaufenden Zuleitungsgrippen ein ſtärkeres Gefälle vorkommt, da dann auch das darin herfließende Waſſer eine um eben ſo viel größere Kraft äußert, über die Staue fortzufließen.
Wie weit voneinander entfernt dieſe horizontalen Grippen übrigens angelegt werden müſſen, hängt bloß von dem Lokale ab⸗


